Nach Armin Laschets Kandidatur: Viel Lob für „Teamplayer“ Jens Spahn aus der Heimat

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Jens Spahn kandidiert nicht für den CDU-Vorsitz. Stattdessen könnte er Armin Laschets Vize werden. In seiner Heimat kommt das gut an. Er habe in schwierigen Zeiten verstanden, worauf es ankomme.

Ahaus

, 25.02.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei den Christdemokraten überschlagen sich aktuell die Ereignisse. Zunächst das desolate Ergebnis bei der Hamburger Bürgerschaftswahl, am Dienstag warfen dann mit Friedrich Merz und Armin Laschet gleich zwei Männer offiziell ihren Hut für den CDU-Vorsitz in den Ring. Die beiden Namen kursierten bereits seit Annegret Kramp-Karrenbauers Rücktritts-Ankündigung.

Dass NRWs Ministerpräsident aber im Duo mit Gesundheitsminister Jens Spahn – der Laschets Vize werden soll – beim Bundesparteitag antreten wird, hatten die Wenigsten erwartet. Auch nicht in der Heimat des gebürtigen Ottensteiners.

„Für uns war das erst mal überraschend. Aber ich kenne Jens Spahn schon lange und er hatte den tiefen Wunsch, eine Teamlösung zu finden“, sagt Markus Jasper, Kreisgeschäftsführer der CDU. Er lobt: „Nur so können wir die Partei wieder insgesamt nach vorne bringen. Sonst droht alles auseinanderzufleddern.“

Dr. Michael Räckers: „Es war ein Stück weit zu erwarten.“

Dr. Michael Räckers, Bürgermeisterkandidat der Ahauser CDU und Vorsitzender des Stadtverbandes, sieht die gemeinsame Kandidatur von Armin Laschet und Jens Spahn ebenfalls als Schritt in die richtige Richtung: „Wir müssen wieder enger zusammenrücken. Und Armin Laschet und Jens Spahn haben verstanden, worum es geht. Wir müssen uns als CDU einen und über Personen hinaus denken.“

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Keinen Hehl macht Michael Räckers daraus, dass er sich auch Jens Spahn in vorderster Reihe hätte vorstellen können. „Natürlich hätte ich mir gewünscht, dass Jens Spahn kandidiert. Wir Ahauser hätten das Kind unserer Stadt gerne an der Spitze gesehen. Aber Jens Spahn bleibt das Versprechen für die Zukunft.“

Auch, wenn der gebürtige Ottensteiner nicht für den Parteivorsitz kandidiert, rückt er mehr und mehr in den Fokus – und ist entsprechend terminlich voll ausgelastet.

Keine Sorgen, dass Jens Spahn Draht zur Heimat verlieren könnte

Sorgen macht man sich in seiner Heimat aber nicht, dass Jens Spahn zukünftig den Draht zum Münsterland verlieren könnte. „Was ich am meisten an ihm bewundere: Dass er nie vergisst, wo er herkommt. Wenn wir ein Anliegen haben, hat Jens Spahn immer ein offenes Ohr für uns. Er hat das Ohr an seinem Heimatkreis“, sagt Michael Räckers.

In dieselbe Kerbe schlägt auch Markus Jasper: „Jens Spahn ist einer der fleißigsten Politiker Deutschlands. Die Anbindung an die Heimat war und ist ihm immer sehr wichtig.“

Anders als Michael Räckers wagt Jasper übrigens eine Prognose für die Wahl des Bundesvorsitzenden: „Armin Laschet ist erfolgreicher Ministerpräsident und hat bewiesen, dass er ein Land zusammenhalten kann. Friedrich Merz hat eine Sonderrolle, weil er gefühlt von außen dazukommt. Zwischen den beiden wird es sich, glaube ich, entscheiden.“ Für den ebenfalls kandidierenden Norbert Röttgen sieht er hingegen nur Außenseiterchancen.

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