Natter in den Rabatten gefunden

WÜLLEN Sie ist etwa ein Meter lang, daumendick, weiß mit gelben Streifen - und sie hat der Aushilfe im Garten der Familie Bußmann am späten Montagnachmittag einen gehörigen Schrecken eingejagt.

von von Stefan Grothues

, 14.07.2009, 17:16 Uhr / Lesedauer: 1 min

"Als unsere Gartenhilfe atemlos ins Büro stürzte und von der Schlange berichtete, dachte ich zuerst an einen Scherz", berichtet Markus Bußmann. Doch dann überzeugte er sich mit eigenen Augen: Unter einem Steinguttopf im Blumenbeet hatte die Aushilfe das Reptil festgesetzt. Der Versuch es sicher einzuschließen war aber gar nicht so einfach. "Wir mussten ja Abstand halten, weil wir nicht wussten, ob die Schlange giftig ist." Mit Hilfe eines Bretts konnte die Schlange nach einem zwischenzeitlichen Ausbruchversuch im Topf festgesetzt werden. Ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes brachte das Tier ins Tierheim nach Quantwick. Dort gehören Schlangen eher zu den seltenen Gästen. "Gottseidank!", sagt Tierheimleiterin Helene Heitmann und macht keinen Hehl daraus, dass sie Hund, Katze und Vögel sehr viel lieber beherbergt. "Wir sind keine Schlangenexperten", betont Helene Heitmann. Sie ist froh, dass nur zwei bis dreimal im Jahr eine Fundschlange bei ihr abgegeben wird. "Erst vor drei Wochen ist aus Legden eine Schlange zu uns gebracht worden. Wir wussten zunächst nicht, ob es sich um eine hochgiftige Korallenotter handelt." Am Ende aber war es wohl eine harmlose Dreiecksnatter."

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