Neue Flüchtlingsunterkunft soll im November in Betrieb gehen

Halle am Fleehook noch nicht fertig

Seit Mitte September ist klar, dass am Fleehook eine neue, größere Flüchtlingsunterkunft entstehen soll. Die sollte ursprünglich einmal Mitte Oktober und dann zum 1. November fertig werden. Aktuell ist dort aber noch jede Menge zu tun.

AHAUS

, 22.10.2015, 18:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein Bagger steht noch in einer der Hallen. Der Fußboden ist aufgerissen. Rohre und Leitungen werden verlegt. Dort sollen einmal die Sanitäreinrichtungen aufgebaut werden. Eine Halle weiter sind Planen auf dem Boden ausgelegt. Arbeiter stellen Trockenbauwände auf. Sie sollen die große ehemalige Lagerhalle in kleinere Abteile unterteilen. Erst ein Bruchteil der Wände, die in der Halle auf Paletten lagern, stehen an ihrem Platz. An einer Wand stapeln sich kleine Tische und viele Rollen Fließ, die einmal auf dem Boden ausgelegt werden sollen. Fertig sieht das noch längst nicht aus.

Erst Mitte Oktober geplant

Eigentlich sollten die ersten Flüchtlinge schon Mitte Oktober dort einziehen. Das war zumindest der Stand der Dinge, als die Bezirksregierung Ende September die Halle angemietet hatte. Bis zu 250 Flüchtlinge sollen in der Not-Aufnahmeeinrichtung unterkommen und von dort auf andere Unterkünfte verteilt werden. Für die Einrichtung ist die Bezirksregierung verantwortlich. Den Betrieb übernimmt das Deutsche Rote Kreuz (DRK).

Nein, etwas Offizielles wollen die Arbeiter am Fleehook gestern nicht sagen. Wie lange es noch dauern kann, bis alle Arbeiten abgeschlossen sind, mögen sie nicht abschätzen. Bei der Frage, ob denn alles am 1. November fertig ist, zucken sie nur mit den Schultern und weisen auf die offenen Gräben für Wasser- und Elektroleitungen in der Halle. Zuversicht sieht anders aus.

Bezirksregierung ist zuständig

Jürgen Rave vom DRK hat keinen aktuellen Stand zu den Arbeiten und Terminen. "Ich weiß nur, dass Anfang November alles fertig sein soll", sagt er. Für weitere Fragen verweist er an die Stadt Ahaus. Die übernimmt im Auftrag der Bezirksregierung gerade den Umbau der ehemaligen Gewerbehallen zur Flüchtlingsunterkunft. Aus dem Rathaus heißt es jedoch, dass für Informationen direkt die Bezirksregierung zuständig sei. Dort ist im Moment nicht genau klar, ob die Unterkunft pünktlich - also zum 1. November - fertig wird.

Termin nicht sicher

"Es ist vorgesehen", sagt Sigrun Rittrich, Pressesprecherin der Bezirksregierung in Münster. Erste Bedenken habe es jedoch schon gegeben. Zu 100 Prozent sei es nicht zuzusichern, dass der Termin gehalten wird. Ein Problem sei gewesen, dass die Halle zunächst noch vermietet war.

Auch was mit der zweiten großen Unterkunft in Ahaus passiert, ist noch nicht entschieden. Es stehe zur Debatte, die Unterkunft in der Turnhalle des Berufskollegs für Technik durch die deutlich größere Unterkunft in der Gewerbehalle abzulösen. Ob das klappt, konnte Rittrich gestern aber nicht versprechen.

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