Neues Baugebiet in Wessum mit 134 Bauplätzen geplant

hzNeues Baugebiet

134 Baugrundstücke sollen zwischen Gartenstraße und Raiffeisenstraße in Wessum entstehen. Doch bis zum ersten Spatenstich wird es wohl noch etwas dauern.

Ahaus

, 26.05.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die gute Nachricht für angehende Häuslebauer: Die Stadt plant ein neues Baugebiet in Wessum mit über 130 Baugrundstücken. Die schlechte Nachricht: bis gebaut werden kann, werden wohl noch Jahre vergehen. Architekt Heiner Farwick (Büro Farwick und Grote in Ahaus) stellte die Pläne für das Baugebiet in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung vor.

Wessumer Ortsrand

Das 14,2 Hektar große Plangebiet liegt in kurzer Entfernung zum Dorfkern – zwischen der Raiffeisenstraße, der Gartenstraße/Schulstraße und der Hamalandstraße. Entlang der Gartenstraße schließt es an die schon vorhandene Bebauung an. In westlicher Richtung werde das neue Baugebiet „für die nächsten Jahrzehnte wohl den Wessumer Ortsrand definieren“, erklärte Heiner Farwick. Einen Sprung mit einem Baugebiet über die Raiffeisenstraße werde es wohl so schnell nicht geben. Entlang der Raiffeisenstraße soll ein Lärmschutzwall die größten schalltechnischen Beeinträchtigungen durch den Straßenverkehr minimieren.

134 Baugrundstücke

Insgesamt rechnet der Architekt mit etwa 134 neuen Baugrundstücken, die in drei Abschnitten realisiert werden könnten. Geplant sind 32 Doppelhäuser (oder 64 Doppelhaushälften), sowie 101 freistehende Einfamilienhäuser. Eine Fläche könnte für sogenannte andere Wohnformen zur Verfügung stehen. „Zum Beispiel für seniorengerechtes Wohnen“, erklärte Heiner Farwick. Denkbar sei eine Wohngruppe mit acht oder neun Wohnungen. „Gegebenenfalls könnte man an einer Stelle auch über ein Vier- oder Sechs-Familienhaus nachdenken“, sagte der Architekt. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 450 und 600 Quadratmetern, im Randbereich etwas größer. „Es gibt einen Mix an Wohnraum, aber überwiegend Einfamilienhäuser“, erklärte Heiner Farwick.

Vermarktung

Ludwig Niestegge (SPD) hatte nichts über den sozialen Wohnungsbau vernommen – und fragte nach. Ob zweitfinanzierter oder geförderter Wohnungsbau, das sei eine nachgelagerte Frage, erklärte der Architekt.

Stadtplaner Walter Fleige ging in der Sitzung davon aus, die Baugrundstücke relativ schnell vermarkten zu können. Beigeordneter Georg Beckmann berichtete von 15 sogenannten Erstbekundungen für Wessum, die der Stadt vorliegen. Damit sind Bauherren gemeint, die als Erstwunsch für einen Bauplatz den Ortsteil angegeben hatten. Wessum als Zweitwunsch nennen aktuell 50 Bauwillige, hinzu kommen etwa 25 bis 30 Drittbekundungen für einen Bauplatz in Wessum.

„Der Schuh drückt“

„Die Listen sind nicht aussagekräftig“, meinte Franz Benölken (CDU). „Da muss man schon mal das Ohr in die Öffentlichkeit halten“, sagte er in Richtung Verwaltung. Bauwilligen in Wessum drücke der Schuh. Es kann durchaus noch einige Zeit vergehen, bis das Gebiet erschlossen wird. Auf die Stadt werde wohl ein Umlegungsverfahren zukommen, erklärte Stadtplaner Walter Fleige. Dabei werden Flächen getauscht und Eigentums- und Besitzverhältnisse neu geregelt. Das werde nicht einfach, angesichts der Kleinteiligkeit der Grundstücke. Franz Benölken: „Dass wir über mehrere Jahre reden ist klar.“ Aber vielleicht lasse sich bei entsprechendem Erwerb von Flächen, ohne Umlegung, schon ein erster Abschnitt verwirklichen.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt