Niederländische Covid-19-Patienten werden im Krankenhaus Ahaus behandelt

Coronavirus

Der erste niederländische Patient liegt bereits seit Montagnacht auf der Ahauser Intensivstation: Das Klinikum Westmünsterland folgt damit dem Aufruf des NRW-Gesundheitsministers.

Ahaus

, 06.04.2020, 17:27 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ein Blick in die Intensivstation des Ahauser Krankenhauses. Zwei Covid19-Patienten aus dem Nachbarland Niederlande sollen dort aufgenommen werden.

Ein Blick in die Intensivstation des Ahauser Krankenhauses. Zwei Covid19-Patienten aus dem Nachbarland Niederlande sollen dort aufgenommen werden. Ein Patient ist schon in der Nacht zu Montag eingetroffen, teilte das Klinikum Westmünsterland als Träger des Marienkrankenhauses Ahaus mit. © Klinikum Westmünsterland

Die Krankenhäuser in NRW sollen nach Willen der Landesregierung nach einem dringenden Hilferuf aus den Niederlanden schwer erkrankte Covid-19-Patienten aus dem Nachbarland aufnehmen. Auch das Klinikum Westmünsterland wird dem Aufruf durch NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann folgen und Patienten aus der Grenzregion versorgen. Das teilte der Träger vieler Krankenhäuser im Westmünsterland am Montagnachmittag mit.

Krankenhäuser in Ahaus, Bocholt und Borken nehmen Niederländer auf

Im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten sehen die Krankenhäuser bis auf weiteres folgende Aufnahmemöglichkeit vor: das St. Marien-Krankenhaus Ahaus wird zwei Patienten, das St.-Agnes-Hospital Bocholt ebenfalls zwei Patienten und das St. Marien-Hospital Borken zunächst einen Patienten aus dem Nachbarland in den jeweiligen Intensivstationen aufnehmen.

Die koordinierende Rolle bei dieser Hilfe übernehme auf deutscher Seite das Universitätsklinikum Münster mit dem ärztlichen Direktor, Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h.c. Hugo Van Aken, so das Klinikum in seiner Pressemitteilung weiter. In den Niederlanden ist der Ärztliche Direktor des Erasmus Medical Center Rotterdam, Prof. Dr. Ernst Kuipers, für die Koordination der Übernahmen zuständig.

Aktuell noch freie Behandlungskapazitäten im Klinikum Westmünsterland

„Aktuell sind die Niederlande in ihrer intensivmedizinischen Behandlungskapazität erheblich begrenzter aufgestellt als Deutschland“, erklärt Tobias Rodig, Pressesprecher im Klinikum Westmünsterland, „noch verfügen wir im Klinikum Westmünsterland über freie Behandlungskapazitäten, deshalb steht es für uns außer Frage, dass wir unseren Nachbarn solidarisch in dieser Notlage beistehen.“

Allerdings achte das Klinikum darauf, die Versorgungsaufgaben für den Kreis Borken auch in dieser Situation prioritär zu erfüllen. „Der erste niederländische Patient liegt bereits seit heute Nacht auf der Ahauser Intensivstation“, so Tobias Rodig am Montag abschließend in der Pressemitteilung.

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