Oberstufenschüler testen die Arbeit im Labor

Alexander-Hegius-Gymnasium

Die Bank im Biologie-Raum des Alexander-Hegius-Gymnasiums haben am Donnerstag Schüler verschiedener Jahrgänge mit Laborkittel und Präzisionspipette getauscht. Im Labortruck des Biotechnikums haben sie ihren eigenen genetischen Fingerabdruck sichtbar gemacht.

AHAUS

, 05.02.2016, 06:07 Uhr / Lesedauer: 2 min
Lars van Dijk, einer der Oberstufenschüler des AHG, zeigte sich gestern überrascht davon, wie spannend Biologie sein kann. Im Labortruck der Initiative Biotechnikum sind er und seine Mitschüler einmal probeweise in den Laborkittel gestiegen.

Lars van Dijk, einer der Oberstufenschüler des AHG, zeigte sich gestern überrascht davon, wie spannend Biologie sein kann. Im Labortruck der Initiative Biotechnikum sind er und seine Mitschüler einmal probeweise in den Laborkittel gestiegen.

Noch etwas zurückhaltend stehen die Schüler der beiden Biologiegrundkurse der Q2-Oberstufe gestern in dem kleinen Labor im Auflieger des Labortrucks auf dem Parkplatz am Stadtpark. Sie sind kurz vor dem Abi und haben jetzt noch einmal die Gelegenheit, das theoretische Wissen aus dem Unterricht praktisch anzuwenden.

Vor sich haben sie kleine Gefäße, ein Wattestäbchen, die Pipette und eine Anleitung. 33 Arbeitsschritte müssen sie abhaken: angefangen bei der Entnahme von Schleimhautzellen aus dem Mund bis hin zur fertigen DNA-Aufschlüsselung. Zwischen den Arbeitsschritten erklärt Dr. Aline Anton (kleines Foto) die Abläufe, stellt Fragen oder erläutert Zusammenhänge zwischen Biologie, Chemie und Physik.

Kein Unterrichtsersatz

Die Diplom-Biologin ist eine der begleitenden Wissenschaftlerinnen des Projekts. Damit soll nicht der naturwissenschaftliche Unterricht an

der Schule ersetzt werden. Auch bekommen die Schüler keine Note für ihre Arbeit. "Es geht hier nicht um richtig oder falsch", sagt sie. Viel mehr soll mit dem Projekt ein Brückenschlag zwischen den einzelnen naturwissenschaftlichen Disziplinen geschaffen werden.

Und das gelingt den Wissenschaftlern offenbar: "So kann man mal sehen, was man mit dem Stoff aus dem Biounterricht alles anfangen kann", sagt Lars van Dijk. Sonst lerne er für eine Klausur eben einfach nur auswendig.

Nachdem die ersten Berührungsängste zwischen Schülern und Wissenschaft abgebaut sind, gehen die Arbeitsschritte flüssiger von der Hand. Die Gruppe sei sehr aufgeschlossen, interessiert und motiviert, lobt Anton.

"Ich wusste nicht, dass Bio auch so spannend sein kann", sagt Lars van Dijk, während er sich an den verschiedenen Flüssigkeiten zu schaffen macht. Ähnlich sehen das auch die anderen Schüler, die direkt neben ihm stehen. Und so extrahieren sie aus den Zellen ihrer Mundschleimhaut erst die DNA, vervielfältigen sie und machen sie schließlich sichtbar. Ganz so wie im Krimi.

Prüfungsrelevant

Auch wenn an diesem Tag kein Schüler für ein Biologiestudium begeistert werden kann, interessant fanden sie das Projekt in jedem Fall. Und gelernt haben sie zum Glück auch etwas - schließlich ist das Wissen um Gene und DNA relevant für die Abiturklausuren. Und die werfen schon ihre Schatten voraus.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt