Paare suchen das Gespräch

Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle verzeichnet eine immer größere Nachfrage

30.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Die efl, eine von kreisweit drei Beratungsstellen in Trägerschaft des Bistums, hat jetzt ihren Jahresbericht 2006 vorgelegt. «Die Anmeldezahlen steigen von Jahr zu Jahr», so fasst Christa Sicking-Schürmann, die Leiterin der Beratungsstelle, die statistische Bilanz zusammen. Doch das wirft in den Augen der Diplom-Psychologin nicht unbedingt ein schlechtes Licht auf die Ehen und Partnerschaften in und um Ahaus. Eher im Gegenteil: «Die Bereitschaft wächst, etwas für die Beziehung zu tun. Das gilt auch für Männer, die heute viel öfter bereit sind, an Paargesprächen teilzunehmen.» Auch seien immer mehr Paare in der Lage, auch über sexuelle Probleme zu reden. Trotz der steigenden Beratungszahlen ist die efl in der Lage relativ schnell Gespräche anzubieten. Wenn Gewalt in der Beziehung droht oder kleine Kinder betroffen sind, gibt es ganz kurzfristig Termine. Dabei kann die Ehe- und Familienberatung durchaus auch eine Trennungs- oder Scheidungsberatung sein. Sicking-Schürmann: «Es entspricht unserem gesetzlichen Auftrag, dass wir nichts zwanghaft zusammenhalten, was nicht zusammenzuhalten ist.» Doch Trennungen sind nach der Beratung die Ausnahme. Die meisten Paare sehen ihre Beziehung durch die Gespräche als gefestigt an. Christa Sicking-Schürmann hebt auch die vorbeugenden Angebote hervor: die Wochenenden für Paare zum Beispiel. «Wir gehen dort an den Anfang der Beziehung zurück und versuchen Kraftquellen anzuzapfen.» Darüber hinaus gibt es Gruppenangebote für Frauen, die sich mit ihrer Sexualität und Prägung auseinandersetzen wollen, um ein neues weibliches Selbstbewusstsein zu entwickeln. gro Die Beratungsstelle im Haus der Beratung, Wüllener Straße 80, ist für alle Ratsuchenden offen; die Beratung ist kostenlos; Kontakt: Tel. (0 25 61) 4 01 61. Die Online-Beratung ist eine Möglichkeit, anonym Rat zu suchen. www.efl-bistum-ms.de

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