Pionierarbeit gelungen

Neue Ausbildung zur Betreuung von Demenzkranken

25.05.2007 / Lesedauer: 2 min

Neun Monate lang setzten sich die Teilnehmerinnen intensiv mit dem Zustandsbild und der Betreuung Demenzerkrankter, bei denen es zum Verfall der geistigen Leistungsfähigkeit kommt, auseinander. Einer der Schwerpunkte des Qualifizierungsangebotes befasste sich mit der Tagesstrukturierung der an Demenz Erkrankten, da deren Tag-Nachtrhythmus oft gestört ist. Für die Seniorenbegleiter, auch Präsenzkräfte genannt, war es zumeist die zweite Ausbildung, die sie während oder nach der Familienphase absolvierten. Neben Berufsanfängern suchte die Einrichtung für die Qualifizierungsmaßnahme auch nach Menschen mit Lebenserfahrung. Martina Gemünd-Gericks, Leiterin der Innerbetrieblichen Fortbildung der St. Marien-Krankenhaus Ahaus-Vreden GmbH, brachte die neuartige Ausbildung vor rund einem Jahr konzeptionell auf den Weg. «Alle haben mit Noten im gehobenen Bereich bestanden», löste sie nach der Prüfung die Anspannung der Teilnehmerinnen. «Die Bewohner profitieren von Ihrer Weiterbildung», lobte Geschäftsführer Hermann Nientiedt die Absolventen und dankte Gemünd-Gericks für die Pionierarbeit. In Anlehnung an das Lied von Xavier Naidoo: «Dieser Weg wird kein leichter sein, er wird steinig und schwer», erinnerte Michael Brinkmöller, Bereichsleiter Altenhilfe, an die Startzeit der Ausbildung. Doch alle haben durchgehalten. Die Kursteilnehmer brachten sich und ihre Zeit ein und gewannen an persönlicher Kompetenz. Der Träger zahlte sämtliche Schulungskosten und kann dafür auf qualifizierte Mitarbeiterinnen setzen. «Die wirklichen Gewinner aber sind die Bewohner, die von Ihnen eine professionelle Alltagsbegleitung erfahren», resümierte Bereichsleiter Brinkmöller. MPB

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