Radverkehr

Polizeikontrolle: Mehr als 20 Prozent der Radfahrer verstieß gegen Regeln

Weil auch in Ahaus immer mehr Radfahrer bei Unfällen verletzt werden, hat die Polizei Kontrollen durchgeführt. Mehr als 100 von 500 Radfahrern wurden bei einem Regelverstoß erwischt.
Eine 15-jährige Dortmunder Radfahrerin wurde am Freitag (31.7.) bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. © picture alliance/dpa (Symbolbild)

Fahrrad- und Pedelecfahrer waren im Kreis Borken im Jahr 2019 an mehr als 750 Verkehrsunfällen beteiligt. Fünf kamen zu Tode, 94 wurden schwer verletzt. Allein in Ahaus wurden nach Angaben der Polizei 23 Rad- und Pedelecfahrende schwer und 76 leicht verletzt.

In der vergangenen Woche führte die Polizei in Ahaus Schwerpunktkontrollen durch, um Fehlverhalten von und gegenüber Radfahrern zu überwachen. Im Rahmen dieser Kontrollen händigten die Polizisten auch Handzettel aus, um auf gefährliche Verhaltensweisen im Straßenverkehr hinzuweisen.

Mehr als 100 Verstöße festgestellt

Insgesamt wurden circa 500 Radfahrer kontrolliert. Neben aufklärenden Gesprächen wurden 68 Verstöße wegen verbotswidriger Nutzung des Fahrrades in der Fußgängerzone sowie 40 Verstöße wegen verbotenen Linksfahrens geahndet. Drei Radfahrer nutzten während der Fahrt verbotswidrig ihr Mobiltelefon.

Einige Eltern erhalten sogenannte „Elternbriefe“, da ihre Kinder sich nicht verkehrsgerecht verhalten haben. Die ganz überwiegende Mehrheit der Betroffenen sah ihr Fehlverhalten ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Die Polizei weist darauf hin, dass derartige Schwerpunktkontrollen zeitnah auch in anderen Kommunen durchgeführt werden. „Verkehrsunfälle werden fast ausnahmslos durch die Nichtbeachtung bestehender Verkehrsvorschriften verursacht“, so die Polizei.

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