Runder Tisch Nachhaltigkeit entwickelt erste Ideen für Ahaus 2027

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60 Teilnehmer diskutierten am Freitag in der Stadthalle fünf Stunden lang über das Thema Nachhaltigkeit. Beim Runden Tisch ging es um die Frage, wie Ahaus in sieben Jahren aussehen soll.

Ahaus

, 03.10.2020, 07:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie soll Ahaus 2027 aussehen? 60 Besucher aus ganz verschiedenen Altersgruppen und Vereinen waren am Freitag in der Stadthalle zur Auftakt-Konferenz des Runden Tisches Nachhaltigkeit zu Besuch. „Müssen wir wirklich Urlaub in Barcelona und Party auf Mallorca machen?“ Diese Frage stellte Ulrich Ahlke (Gründer des Vereins „Wie Wollen Wir Leben“ und ehemaliger Leiter des Amtes für Nachhaltigkeit und Klimaschutz im Kreis Steinfurt) in seinem Impulsvortrag.

Fünf Stunden im Zeichen der Nachhaltigkeit

Fünf Stunden dauerte die Konferenz unter strengen Corona-Beschränkungen insgesamt. Durch den Abend führten Nikolaus Schneider (aktuelles Forum Volkshochschule) und Ina Elpers (Fridays for Future). „Die Hauptaufgabe des heutigen Tages ist es, miteinander ins Gespräch zu kommen“, gab der Volkshochschul-Leiter zu Beginn vor und würdigte die Rolle von Fridays for Future im Kampf für Nachhaltigkeit auch vor Ort. „Ich wünsche mir, dass wir die nächsten Schritte gehen, um Ahaus nachhaltiger und grüner zu gestalten. Wir können etwas verändern“, zeigte sich Ina Elpers optimistisch.

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Neben Fridays for Future und dem VHS-Arbeitskreis Transition Ahaus haben die katholische Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt und die evangelische Christus-Gemeinde den Runden Tisch organisiert.

Pfarrer übt leichte Kritik

Die 14-jährige Lotte Elkemann (Fridays for Future) wünschte sich, „dass Ahaus an der Aufgabe, nachhaltig zu agieren, wächst“. Der katholische Pfarrer Stefan Jürgens übte mit den Worten „Man benutzt die Nachhaltigkeit zu oft, um sich vor anderen zu profilieren“ leichte Kritik an der Politik.

Bürgermeisterin Karola Voß als Schirmherrin schilderte ihren persönlichen Bezug zu der heranwachsenden Generation, seit kurzem ist sie Großmutter. „Ich hoffe, dass wir in Ahaus dranbleiben und auch praktisch etwas umsetzen“, blickte sie in die Zukunft.

Drastische Zunahme der Konsumgüter

In seinem Impulsvortrag machte Ulrich Ahlke auf die Veränderungen der letzten Jahrzehnte aufmerksam. Jedes dritte Auto sei mittlerweile ein SUV. Die Wohnfläche pro Kopf, die Anzahl der Supermarktartikel und der Kleidungsstücke hätten drastisch zugenommen. Das verdeutlichte er mit einigen Zahlen. Daraus ergab sich für ihn die Schlussfolgerung: „Wenn alle Menschen so leben wie in Deutschland, brauchen wir drei Planeten.“

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Um vor Ort mit mehr Nachhaltigkeit anzufangen, tauschten die Teilnehmer in verschiedenen Kleingruppen intensiv Meinungen und Ideen aus. Die Veranstaltung soll kein einmaliges Event bleiben, sondern in den nächsten sieben Jahren weitergeführt werden.

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