Schüsse in Ahauser Flüchtlingsunterkunft

Zwei Täter gefasst

Erst gaben sie draußen fünf Schüsse ab, dann drangen sie in die Flüchtlingsunterkunft an der Wessumer Straße ein. Dort zielte einer der beiden Täter mit einer Schreckschusspistole auf einen der Bewohner und drückte ab. Die Polizei nahm einen 25-Jährigen aus Ahaus und einen 26-Jährigen aus Gescher fest. Beide gaben die Tat zu. Der Staatsschutz ermittelt.

AHAUS

14.02.2016, 14:44 Uhr / Lesedauer: 1 min
Vor und in der Flüchtlingsunterkunft an der Wessumer Straße sind in der Nacht zum Sonntag Schüsse gefallen. Die Polizei konnte zwei täter festnehmen.

Vor und in der Flüchtlingsunterkunft an der Wessumer Straße sind in der Nacht zum Sonntag Schüsse gefallen. Die Polizei konnte zwei täter festnehmen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung beschrieben die Staatsanwaltschaft Münster, die Polizei Borken und die Polizei Münster die Tat: In der Nacht zu Sonntag um 0.50 Uhr gaben zwei  Männer unmittelbar neben einer Einrichtung für Flüchtlinge an der Wessumer Straße in  Ahaus fünf Schüsse ab.

Direkt auf Bewohner gezielt 

Anschließend betraten sie das Gebäude. Hier begegneten sie einem 30-jährigen Iraner, der - durch die Schüsse aufgeschreckt - nach dem Rechten sehen wollte. Im Flur erkannte er zwei dunkel gekleidet Männer. Einer hob eine Pistole, richtete sie auf den Bewohner und drückte ab. Da es sich um eine Schreckschusswaffe handelte, blieb der Iraner unverletzt.

Der verängstige Mann flüchtete zurück in sein Zimmer. Die Täter warfen noch einen Feuerlöscher in den Flur und entfernten sich aus dem Gebäude. Im Rahmen der Fahndung konnten Polizisten in der Nähe der Unterkunft einen 25- jährigen aus Ahaus und einen 26-jährigen aus Gescher festnehmen. Beide waren mit Schreckschusspistolen bewaffnet, die sie jedoch unberechtigt führten. Beide Männer waren angetrunken.

Bislang nicht zum Motiv geäußert

Da ein fremdenfeindlicher Hintergrund anzunehmen ist, übernahm der Staatsschutz des Polizeipräsidiums Münster die Ermittlungen. Beide Täter sind geständig, äußern sich nicht zum Motiv. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Münster mussten sie eine Blutprobe abgeben, die Führerscheine wurden beschlagnahmt.

Die Ermittlungen dauern an.  

Lesen Sie jetzt