Sechs Kandidaten haben unterschiedliche Werbekonzepte

Bürgermeisterwahl 2015

Die Kandidaten für das Bürgermeisteramt stehen seit dem Wahlausschuss am Donnerstagabend auch offiziell fest. Ihren Wahlkampf gehen die sechs Kandidaten aber ganz unterschiedlich an. Ein Überblick über die Konzepte der Kandidaten in der Reihenfolge, wie sie später auf dem Wahlzettel stehen.

AHAUS

, 31.07.2015, 19:44 Uhr / Lesedauer: 2 min
Auf den Plakatwänden ist noch viel Platz. Erst zwei Kandidaten machen Werbung für sich. Die anderen Vier wollen demnächst nachziehen.

Auf den Plakatwänden ist noch viel Platz. Erst zwei Kandidaten machen Werbung für sich. Die anderen Vier wollen demnächst nachziehen.

Christoph Almering, CDU: „Wahlwerbung ist vielfältiger geworden, als nur auf Plakaten. Wir werden auch noch plakatieren, sparen aber zum Beispiel die reinen Wohngebiete komplett aus.“ Bisher sei es für die große Werbekampagne aber auch noch zu früh. Durch die anderen Kampagnen spüre er jetzt noch keinen Druck, so Almering. Die CDU setze eher auf den gesamten Mix in der Kampagne. Ab Anfang August soll die Partei auch im Straßenbild noch präsenter werden. „Dann sind es noch fünf Wochen bis zur Wahl. Das reicht“, so der CDU-Kandidat.

Jürgen Schmeier, SPD/UWG/ Grüne/WGW: „Plakate sind eine schöne Sache, bringen aber Monate vorher nichts“, sagt er. Schmeier will nicht durch reine Show punkten, sondern die Fragen und Probleme der kommenden fünf bis zehn Jahre ansprechen. Darauf seien auch die größeren Termine vor der Wahl ausgelegt. Und auf die möchte er mit Plakaten aufmerksam machen. „Ich lasse mich nicht von anderen Konzepten treiben“, sagt er. Einige Überraschungen spare er sich auch noch für die Endphase des Wahlkampfes auf.

Reinhard Horst, FDP: „Bisher ist es zu früh für Plakate gewesen“, sagt der FDP-Kandidat. Das sei auch bei vergangenen Wahlen so geregelt gewesen. Die Folgen seien ja jetzt schon sichtbar: „Wer jetzt plakatiert hat, kann direkt noch einmal neu plakatieren“, so Horst. „Meine Plattform ist nicht die Werbung, sondern die tägliche Ratsarbeit“, sagt Horst. Informationen werde er vor der Wahl nach und nach herausgeben. Gerade erst habe er zum Beispiel eine eigene Facebook-Seite gestartet und die Internetseite aktualisiert.

Frank Beckert, parteilos: Im Straßenbild war das Gesicht von Frank Beckert – zumindest bis zum Sturm vor einer Woche – wohl am präsentesten. „Der Sturm hat aber einiges wieder herunter geholt“, sagt er. Dabei will er es jetzt erst einmal belassen. Zusätzliche Plakate will er nicht mehr aufhängen. Beckert will sich in den Wochen vor der Wahl vermehrt an den Haustüren um die Wählerstimmen bemühen. „Ich gehe Klinken putzen“, sagt er. Er will so viele Ahauser wie möglich erreichen. Eins ist für ihn klar: Um gewählt zu werden, muss er auffallen und Gas geben. „Wen es stört, der soll wegsehen“, sagt er.

Ingo Woolderink, parteilos: „Ich beginne jetzt demnächst meinen Straßenwahlkampf. Zum Beispiel in der Fußgängerzone mit einem eigenen Infostand“, sagt Woolderink. Einige Bauzaunbanner will er ebenfalls noch aufhängen. Und einige Plakate, die durch den Sturm am vergangenen Wochenende beschädigt wurden, wieder ausbessern. Eine große Veranstaltung plane er allerdings nicht.

Karola Voß, parteilos: Nachdem sie zuletzt Postkarten mit Sommergrüßen an alle Ahauser Haushalte geschickt hat, will auch die parteilose Kandidatin aus Wüllen mit Plakaten Werbung für sich machen. „Ab der kommenden Woche“, wie sie erklärt. Auch sie möchte demnächst in der Innenstadt für sich werben. Auch größere Veranstaltungen seien noch geplant.

Die Wahl zum neuen Bürgermeister der Stadt Ahaus findet am 13. September statt. Die Wahlbenachrichtigungen werden ab dem 14. August zugestellt.
Eine Stichwahl ist für den 27. September vorgesehen.
Briefwahlunterlagen können ab dem 17. August im Rathaus beantragt werden.
Alle Infos rund um die Bürgermeisterwahl in Ahaus auch auf den Seiten der .

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