Backen ohne Mehl und Hefe? Vor der Corona-Pandemie wäre das nur denkbar gewesen, wenn eine neue Diät beworben worden wäre. In Corona-Zeiten waren das einmal seltene Produkte. © Victoria Garwer
Corona-Jahrestag

Skurrile MLZ-Schlagzeilen, die erst seit Corona einen Sinn ergeben

Wie bei vielen hat die Pandemie auch das Arbeiten in unserer Redaktion verändert. Das merkt man besonders, wenn man sich die Corona-Schlagzeilen der vergangenen zwölf Monate anschaut.

Maskenmuffel, Balkonklatscher, Impfdrängler, Kontakttagebuch, Schnutenpulli – die Corona-Pandemie hat nicht nur unser Leben, sondern auch unseren Wortschatz verändert. Genauso hat sie die Schlagzeilen der Münsterland Zeitung geprägt. So gibt es einige Überschriften aus den vergangenen zwölf Monaten, die vor der Pandemie für niemanden denkbar gewesen wären.

Als bestimmte Produkte in den Supermärkten eine Rarität waren

Zum Beispiel ein Text zu Ostern 2020. Der Titel lautet: Backtipps – auch ohne Hamsterkäufe von Mehl und Hefe. Gerade zu Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr vergangenen Jahres waren Mehl, Hefe, Nudeln und natürlich Toilettenpapier heiß begehrt. Wir haben gezeigt, wie man an Ostern auch ohne die zu dieser Zeit kostbaren Lebensmittel ausgekommen ist.

Bei dem Wort Corona schwingt auch immer das Wort Verzicht mit. Ostern, Weihnachten, Urlaub – worauf mussten wir schon alles verzichten in den vergangenen zwölf Monaten. Anfangs war es noch besonders schwer. Auch die Schützenfest-Absage wollte sich ein Südlohner nicht einmal vorstellen. Die Schlagzeile: Virologe will Schützenfeste absagen – Südlohner: „Das ist absoluter Quatsch“. Mittlerweile haben wir gelernt, mit Absagen umzugehen.

Prominenter Besuch im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung

Was verbirgt sich hinter der Überschrift: Whoopi Goldberg in Ahaus? Nein, die Schauspielerin war nicht zu Besuch im Westmünsterland. Es ging um ein anderes Phänomen. Als die Restaurants öffnen durften, mussten die Betreiber die Kontaktdaten aller Gäste notieren und aufbewahren. Viele Restaurantbesucher fürchteten jedoch, dass jemand Name, Adresse und Telefonnummer abgreifen könnte. So ist es immer häufiger passiert, dass sich die Gäste mit Namen berühmter Personen in den Kontaktlisten schmückten.

Die Friseure mussten viele Monate wegen des harten Corona-Lockdowns schließen. Aber nicht alle mussten auf einen Haarschnitt verzichten. Barbaras Hundestübchen darf auch im Lockdown Vierbeiner frisieren. Da waren die Hunde den Menschen haartechnisch um einiges voraus.

Mehr skurrile Corona-Schlagzeilen aus der Münsterland Zeitung

Und jetzt schließen Sie einmal Ihre Augen, denken an die Zeit vor der Corona-Pandemie zurück, öffnen sie wieder und lesen weitere MLZ-Überschriften, die erst seit Corona Sinn ergeben, in unserer Bilderstrecke. Hoffentlich bringt es Sie unter der Maske zum Schmunzeln.

Fotostrecke

MLZ-Schlagzeilen, die erst seit Corona Sinn ergeben

Über die Autorin
Volontärin
In der Grafschaft Bentheim aufgewachsen, während des Journalismus-Studiums in NRW verliebt. Danach über 2 Jahre in Kanada gelebt und jetzt wieder zurück im Lieblingsbundesland. Seit 2020 Volontärin bei Lensing Media
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