So soll die Suche nach einem Parkplatz in Ahaus ein Ende haben

hzParken in Ahaus

Der Parkplatz an der Wallstraße ist gefühlt immer besetzt, auf den Parkdecks am Domhof scheint gähnende Leere zu herrschen. Die Stadt will mit Maßnahmen gegensteuern.

Ahaus

, 28.05.2019, 16:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Parken ist in Ahaus so eine Sache. „Alle fahren in die Wallstraße und finden dann dort auf die Schnelle keinen Parkplatz. Das verleitet natürlich zur Erkenntnis, dass es in der Innenstadt keine freien Parkplätze gibt“, erklärte Stadtplaner Walter Fleige in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung. „Dabei stehen an anderer Stelle viele Parkplätze zur Verfügung, zum Beispiel am Domhof.“

Drei große Aufgabenbereiche

Die Stadt will mit einem Parkraumkonzept und verschiedenen Maßnahmen das Parken in Ahaus in geordnete Bahnen lenken. Walter Fleige nannte drei große Aufgabenbereiche: die räumliche Verteilung der Parkplätze, die Bewirtschaftung und die Lenkung des Parksuchverkehrs. Dabei soll unterschieden werden zwischen schnell umzusetzenden Maßnahmen und solchen, die langfristig in Angriff genommen werden sollen.

Eher langfristig sieht die Stadtverwaltung eine räumlich klare Trennung zwischen kostenfreien Stellplätzen für Langzeitparker und kostenpflichtigen Stellplätzen für Kurzzeitparker. Abhängig ist diese Maßnahme unter anderem von der Aufwertung der öffentlichen Stellplätze sowie dem Ausbau der Wallstraße. Ebenfalls langfristig soll eine Anpassung der Gebührenstruktur erfolgen.

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Bereits im kommenden Jahr soll die Beschilderung angepasst werden. Walter Fleige gibt dabei einem analogen Parkleitsystem den Vorzug gegenüber einem digitalen: „Nicht nur aus Kostengründen, sondern weil wir mit vielen zu tun haben, die mit dem Auto in die Innenstadt fahren und die sich hier auskennen. Die fahren nicht nach Schildern. Die fühlen sich auch durch ein digitales System nicht angesprochen. Die fahren so, wie sie immer fahren.“

Neue Beschilderung

Mit der Beschilderung habe die Verwaltung eher auswärtige Besucher im Visier, „damit nicht alles in die Wallstraße geleitet wird.“ Auch den Parksuchverkehr rund um die Augenklinik in Rathaus-Nähe will die Verwaltung lenken. „Dort gibt es nur begrenzt öffentliche Parkplätze, trotzdem fahren alle mit dem Auto zur Augenklinik und stellen völlig entsetzt fest, dass es keinen freien Parkplatz gibt“, erklärte der Stadtplaner.

Kurzfristig, noch in diesem Jahr, will die Stadt den Parkplatz Friedhof/Nahkamp sanieren. Für rund 530.000 Euro wird der aktuell nur teilweise befestigte und nicht beleuchtete Parkplatz ausgebaut und die Kapazität von 95 auf 152 Stellplätze erhöht.

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Bis einschließlich 2020 soll die Tiefgarage Königstraße optimiert werden. „Wir arbeiten seit Ende vergangenen Jahres an der Machbarkeitsstudie“, erklärte Stadtplaner Walter Fleige. Doch sei es dabei zu Verzögerungen gekommen. „Wir haben fast drei Monate mit einem Büro verhandelt, das uns dann einen Korb gegeben hat.“ Dadurch habe die Verwaltung Zeit verloren. „Wir sind dann vor drei Monaten mit einem neuen Büro an den Start gegangen. Mit Ergebnissen sei nach der Sommerpause zu rechnen. Walter Fleige: „Derzeit sind wir mit Kostenschätzungen befasst. Das wird alles nicht billig.“

Stadt hat ein Nutzungsrecht

Auch die Eigentumsverhältnisse seien mehr als schwierig. Die Stadt sei nicht Eigentümerin der Tiefgarage, sondern besitze lediglich ein Nutzungsrecht. Walter Fleige: „Wir dürfen dort eine Tiefgarage mit Einfahrt betreiben.“ Im Zusammenspiel mit mehreren privaten Eigentümern sie die Optimierung schwierig.

Ein weiteres Problem ist das nördliche Parkdeck am Domhof. „Es ist wohl nicht mehr sanierungsfähig“, erklärte der Stadtplaner. „Da stehen wir vor der großen Frage, wie wir dauerhaft mit diesem Parkdeck umgehen.“

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