Baumfällungen für Neubau: Krankenhaus St. Marien pflanzt Ersatz in Ahaus

hzKlinikum Westmünsterland

Für den Anbau an das St.-Marien-Hospital wurden mehrere Tausend Quadratmeter Wald gefällt. Über Ersatzpflanzungen wurde lange diskutiert – nun wachsen gleich an zwei Orten neue Bäume.

Ahaus

, 24.11.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Zuge des Anbaus des St.-Marien-Krankenhauses in Ahaus lässt das Klinikum nun an zwei Orten Bäume pflanzen. Neue Gewächse werden sowohl auf dem Gelände der Ahauser Bogenschützen am Nordring schräg gegenüber dem Klärwerk als auch in Rhede auf klinikeigenem Grund entstehen.

„In Ahaus werden insgesamt 35 Obstbäume auf dem Gelände gepflanzt. Die Bäume sind bereits bestellt und die Pflanzorte wurden mit dem Bogenschützenverein abgestimmt. Anfang Dezember wird die Anpflanzung durch unsere Gärtner erfolgen“, sagt Tobias Rodig, Pressesprecher des Klinikums Westmünsterland.

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18.000 Quadratmeter Wald gefällt

Die Fläche hatte die Stadt Ahaus für eine entsprechende Obstbaumwiese zur Verfügung gestellt, teilt Stefan Hilbring, Pressesprecher der Stadt Ahaus mit. Eine weitere Pflanzung findet in Rhede, wo das Klinikum Westmünsterland ebenfalls ein Krankenhaus betreibt, statt. Auch dort werden die Bäume ebenfalls im Dezember gepflanzt.

Bei beiden Pflanzungen handelt es sich um Ersatzpflanzungen: Im Zuge des Anbaus des St.-Marien-Krankenhauses und der Entstehung einer parkähnlichen Fläche hatte das Klinikum im November des vergangenen Jahres bekannt gegeben, dass gut 18.000 Quadratmeter Wald gefällt werden müssen.

Aufregung im Rat

„Eine andere Möglichkeit, den Anbau unterzubringen, gibt es nicht“, sagte Holger Winter, Geschäftsführer des St. Marien, damals. „Wir haben lange geprüft, wo wir erweitern können. Es geht nur in diese eine Richtung.“ Ludger Hellmann, Sprecher der Geschäftsführung des Klinikums Westmünsterland, ergänzte: „Wir sind uns der emotionalen Betroffenheit der Menschen bewusst. Aber es ist Zeit, dem Krankenhaus diese Entwicklung zu ermöglichen.“

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In der Folge hatte das Krankenhaus zunächst mitgeteilt. dass Ersatzpflanzungen nicht in Ahaus, sondern in Rhede vorgenommen werden sollten. Das hatte im Rat für Aufregung gesorgt. Grünen-Ratsmitglied Klaus Löhring sprach, dass das Krankenhaus eine „moralische Verpflichtung“ habe, Bäume in Ahaus zu pflanzen.

Dann zogen die Bogenschützen des VfL Ahaus jedoch innerhalb des Geländes um und es ergab sich ein Gebiet, wo das Klinikum auch in Ahaus Ersatzpflanzungen tätigen kann. Mit der Obstbaumwiese, die ab Dezember dort entsteht, wird nun der Sicherheitsbereich der Schützen aufgewertet. Zudem dienen die neuen Bäume als Ersatz für gefällte Exemplare.

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