Straßenbäume sorgen für Diskussionen

Bauausschuss in Ahaus

So schön sie sein mögen, an vielen Stellen in der Stadt und in den Ortsteilen machen die Bäume an den Straßen den Planern vom Tiefbauamt echte Sorgen. Hauptproblem: Die Wurzeln drücken das Pflaster hoch. Stellenweise kommt es zu kritischen Stolperfallen. Die Blumenstraße in Wessum hat die Verwaltung jetzt als Beispiel genommen, um den Umgang mit Bäumen in der ganzen Stadt zu erläutern.

AHAUS

, 02.02.2017, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Aufgeworfenes Pflaster – wie auf diesem Bild auf der Wessumer Blumenstraße – ist an vielen Bauminseln ein Problem. Die Stadt verfolgt das Ziel, Bäume an den Straßen möglichst zu erhalten.

Aufgeworfenes Pflaster – wie auf diesem Bild auf der Wessumer Blumenstraße – ist an vielen Bauminseln ein Problem. Die Stadt verfolgt das Ziel, Bäume an den Straßen möglichst zu erhalten.

Heinrich Lefert (CDU) setzte sich im Bauausschuss dafür ein, dass die Bäume insgesamt ausgetauscht werden sollen. "Das Pflaster ist an vielen Stellen gewaltig angehoben - nicht nur in der Blumenstraße", erklärte er. Sein Fraktionskollege Karl Heinz Terbrack stieß ins gleiche Horn: "Es wurden früher auch nicht-ideale Bäume in den Ortsteilen und in der Stadt gepflanzt", sagte er. Und für einen Baum an einer Straße gebe es eben Grenzen.

"Wenn diese Grenzen überschritten sind, dann muss der Baum weg", sagte er. Norbert Frankemölle (WGW) nannte Beispiele aus Wüllen, bei denen nicht nur die Baumscheibe, sondern auch das Straßenpflaster in der näheren Umgebung arg in Mitleidenschaft gezogen worden sei.

Mittelweg finden

Ganz so einfach wollte es sich Richard Bömer vom Tiefbauamt der Stadt nicht machen. "Es geht uns um einen Mittelweg aus einer langfristigen Lösung und dem Versuch, die Bäume zu erhalten", erklärte er. Und am Ende stehe eben die Verkehrssicherungspflicht: Die Toleranz für Unebenheiten auf dem Gehweg liegt bei höchstens zwei bis drei Zentimeter.

Ludwig Niestegge (SPD) dankte für das Plädoyer zum Erhalt der Bäume. "Diesen Eindruck hatte man ja in Ahaus nicht immer", sagte er. Dann wollte er wissen, an wie vielen Stellen in der Stadt denn nachgebessert werden müsse. Eine Übersicht, die Richard Bömer ihm nicht geben konnte. Es gebe einen stadtweiten Bedarf. "Das ist eine Daueraufgabe", sagte er.

Bestehende Bäume erhalten

Bürgermeisterin Karola Voß lenkte schließlich den Blick noch einmal auf die Kosten. Bei den vielen Bäumen im Ahauser Stadtbild könnten die Bäume nicht regelmäßig ausgetauscht werden. "Das ist nicht zu leisten", erklärte sie.

Wo es sich eben machen lasse, sollen die bestehenden Bäume erhalten bleiben. Nicht nur, weil es Jahrzehnte dauert, bis ein neuer Baum zu voller Größe gewachsen ist, sondern weil es sich schlicht um die günstigere Alternative handelt.

Keine neuen Scheiben

Zukünftig sollen bei beengten Verhältnissen keine neuen Baumscheiben angelegt werden, hieß es weiter.

Erst wenn sich die Sanierung der Straßenoberfläche in der Blumenstraße wie auch anderswo nicht als Dauerlösung erweise, sollen neue Baumscheiben angelegt werden.

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