Ter-Huurne-Geschäftsführer rechtfertigt Werbung für Feiertagsverkauf

hzTag der Deutschen Einheit

Mit einem brisanten Posting zur Öffnung am Tag der Deutschen Einheit sorgte der Hollandmarkt „Ter Huurne“ für Aufsehen. Nun erklärte der Geschäftsführer, was man sich dabei gedacht hat.

Alstätte

, 02.10.2020, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Echo in den sozialen Medien war groß auf das „Corona-Update“ des Hollandmarkts Ter Huurne, der nur wenige Kilometer entfernt vom Alstätter Dorfkern an der deutsch-niederländischen Grenze liegt. Allein bei Facebook kommentierten 100 User das Posting, in dem darauf hingewiesen wurde, dass der Markt auch am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober, die Türen öffnet. Das Brisante: Am Vortag hatten die Bürgermeister von Enschede und Winterswijk gemeinsam die Deutschen darum gebeten, wegen der steigenden Coronainfektionen die Grenze nicht zu überqueren (wir berichteten).

Am Freitag erklärte Rob Steverink, kaufmännischer Geschäftsführer von Ter Huurne, was man sich dabei gedacht hat: „Wir wollten nach der Botschaft der Bürgermeister unsere seit jeher überwiegend deutsche Kundschaft nur darauf hinweisen, dass wir nicht geschlossen haben und unser Markt in keinem Risikogebiet liegt. Wir sind ein Supermarkt, der die Menschen mit Grundnahrungsmitteln versorgt.“ Einen Widerspruch zum Appell der Politiker erkennt er nicht. „Wir halten uns an die gültigen Gesetze. Unsere Auflagen sind sogar noch viel strenger als sie eigentlich sein müssten“, sagt Rob Steverink.

350 statt 500 Einkaufswagen

Ein Beispiel: Laut niederländischer Coronaverordnung dürften in den Hollandmarkt gleichzeitig 500 Einkaufswagen. Diese gelten als Zugangskontrolle. „Wir haben aber freiwillig entschieden, die Zahl auf 350 zu reduzieren, um die Gesundheit unserer Kunden nicht zu gefährden“, erklärt der Ter-Huurne-Geschäftsführer.

Trotz steigender Coronazahlen verzichtet die niederländische Regierung auf eine Maskenpflicht in Geschäften, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird aber dringend empfohlen. Auch hier möchte Ter Huurne mit gutem Beispiel vorangehen. „Alle unsere Mitarbeiter tragen am Wochenende eine Mund-Nasen-Bedeckung. Unsere Kunden werden wir auch aktiv darauf aufmerksam machen“, sagt Rob Steverink. Dabei helfen soll auch zusätzliche Security, die am Sonntag im Einsatz sein wird. „Sie wird außerdem darauf achten, dass die Abstände eingehalten werden.“

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Den ganz großen Ansturm erwartet der kaufmännische Geschäftsführer allerdings nicht: „Ich denke, es wird ein ruhiges Wochenende. Die meisten bleiben zu Hause.“ Allgemein sieht er für die Kunden keine Gefahr beim Besuch des Hollandmarktes: „Es ist nicht vergleichbar mit einem Shopping-Tag in Enschede. Unser Laden verfügt über eine Verkaufsfläche von über 5000 Quadratmetern. Große Menschenansammlungen wird es hier nicht geben.“ Auch für ihn stehe die Gesundheit an erster Stelle.

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