Noch gleicht das „Da Silvano" einer großen Baustelle. Pünktlich am Donnerstag, 17. Juni, um 12 Uhr soll aber alles für den Betrieb fertig sein. Claire Krotofil, bei den Tobit.Labs für das Konzept der Showcases zuständig, ist sich sicher, dass das klappt. © Stephan Rape
Neues Showcase

Tobit.Labs eröffnen italienisches Restaurant ohne eigene Küche

Ein italienisches Restaurant hat in der Ahauser Innenstadt lange gefehlt. Am Donnerstag soll „Da Silvano“ eröffnen. Mit italienischem Flair, aber ohne eine eigene Küche.

Die Ahauser Innenstadt bekommt ein kleines italienisches Restaurant. Allerdings eins ohne eigene Küche: In einem ehemaligen Modegeschäft direkt am Oldenkottplatz eröffnen die Tobit.Labs am Donnerstag, 17. Juni, pünktlich um 12 Uhr das „Da Silvano“. Ristorante und Vineria soll einmal auf dem Schild am Eingang stehen.

Am Dienstag haben dort allerdings die Handwerker noch das Heft in der Hand: Die Bögen an der Fassade sind wie seit Wochen mit schwarzem Tuch verhängt. Drinnen laufen die Maschinen auf Hochtouren.

Viel Arbeit auf den letzten Drücker

„Es ist noch einiges zu tun, aber wir werden pünktlich fertig“, sagt Claire Krotofil vom Showcase-Marketing der Tobit.Labs. Am Donnerstag pünktlich um 12 Uhr soll sich die Tür des Da Silvano öffnen. Der Zeitplan ist eng gesteckt: Dienstag letzte Handwerksarbeiten, Mittwoch putzen und aufräumen, Donnerstag geht es los. „Ohne Druck macht das ja keinen Spaß“, erklärt sie lachend.

Das „Da Silvano“ soll eine Lücke in der Ahauser Innenstadt füllen. Und zwar gleich in doppelter Hinsicht: Einerseits stand das Ladenlokal direkt am Oldenkottplatz leer. Ein Nachmieter war nicht in Sicht. Gleichzeitig fehle in der Innenstadt einfach ein kleines, italienisches Restaurant. „Das haben wir in Ahaus immer wieder gehört“, sagt Claire Krotofil.

Italienisches Restaurant wird keine eigene Küche haben

Aber natürlich gehen die Tobit.Labs mal wieder einen ganz eigenen Weg: Im Da Silvano gibt es keine Küche. Das Essen stammt aus umliegenden Betrieben. Zum Start soll es Pizza aus dem TKWY an der Wallstraße und Flammkuchen oder Süßes aus dem Schlosscafé San Remo geben. Weitere Gastronomen sollen das Angebot nach und nach ergänzen. „Wir wollen aber langsam beginnen“, erklärt sie weiter.

Seit Wochen sind die Bögen an dem Haus in der Ahauser Fußgängerzone schwarz verhängt. Dahinter entsteht aus einem ehemaligen Modegeschäft eine italienisches Restaurant ohne Küche. Ein neues Showcase der Tobit.Labs.
Seit Wochen sind die Bögen an dem Haus in der Ahauser Fußgängerzone schwarz verhängt. Dahinter entsteht aus einem ehemaligen Modegeschäft eine italienisches Restaurant ohne Küche. Ein neues Showcase der Tobit.Labs. © Stephan Rape © Stephan Rape

Im Kern des kleinen Lokals stehe die Terrasse unter den Bögen des Gebäudes, erklärt Claire Krotofil. Damit soll ein Stück italienisches Lebensgefühl in die Ahauser Innenstadt kommen: „Dolce Vita, ein schöner Treffpunkt und Geselligkeit mit Leben auf der Straße“, formuliert sie es. Die Plätze auf der überdachten Terrasse sollen bis in den Herbst oder sogar den Winter Besucher anziehen.

Dazu gibt es eine Auswahl italienischer Weine und Antipasti. Die Speisen werden dabei über einen Nebeneingang angeliefert und im Da Silvano angerichtet. „Aus Pizzakartons soll hier niemand essen“, so Claire Krotofil weiter. Auch Personal werde es bei Da Silvano natürlich geben. Bestellung und Bezahlung – wie üblich in Showcases der Tobit.Labs – laufen über das Smartphone der Gäste.

Auch an den Gastro-Betrieben der Tobit.Labs gehe der aktuelle Mangel an Personal nicht vorbei. „Das Service-Problem spüren wir auch“, sagt Claire Krotofil. Weil das Unternehmen seit Jahren auf Aushilfen setze und die ohnehin oft wechseln würden, komme man gut klar. Und weil die Gäste eben selbst bestellen, sei der ganze Ablauf deutlich effizienter als in einem analogen Betrieb.

Digitales System hat sich längst etabliert

Das System habe sich inzwischen längst etabliert. Spätestens seit Einführung der Corona-Schnelltestzentren werde die Chayns-App von der breiten Masse genutzt. Probleme oder Ablehnung gebe es inzwischen so gut wie gar nicht mehr. Natürlich sei die Zielgruppe im zukünftigen Da Silvano eine andere als etwa im Offsite schräg gegenüber. Probleme erwarte sie allerdings nicht.

Mehr noch: „Es ist schön, dass ein System, das wir hier lange vorgelebt haben, jetzt auch von der breiten Masse so angenommen wird“, erklärt Claire Krotofil.

Dass ein Restaurant ohne eigene Küche funktioniert, haben zwei Unternehmer in Münster schon bewiesen: In einem ehemaligen Jeansshops am Alten Steinmarkt haben sie den „wintergarten.ms“ eröffnet. Ebenfalls mit der Software der Tobit.Labs. Auch dieses „Restaurant“ hat keine eigene Küche, sondern setzt auf umliegende Gastronomiebetriebe.

Über den Autor
Redaktion Ahaus
Ursprünglich Münsteraner aber seit 2014 Wahl-Ahauser und hier zuhause. Ist gerne auch mal ungewöhnlich unterwegs und liebt den Blick hinter Kulissen oder normalerweise verschlossene Türen. Scheut keinen Konflikt, lässt sich aber mit guten Argumenten auch von einer anderen Meinung überzeugen.
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