Die Zahl der Neuinfektionen ist im Kreis Borken am Donnerstag (25. Februar) in die Höhe geschnellt. © Pixabay
Coronavirus

Vielfältige Gründe: Zahl der Neuinfektionen schießt in die Höhe

Die Zahl der Neuinfektionen im Kreis Borken ist am Donnerstag (25. Februar) in die Höhe geschnellt. Wochenlang hat es nicht mehr derart viele neue Fälle gegeben. Die Gründe sind vielfältig.

Die Zahl springt sofort ins Auge: 90 Neuinfektionen meldet der Kreis am Donnerstag (25. Februar). Im Vergleich zum Mittwoch ist das fast eine Verdreifachung. Seit Wochen gab es nicht mehr derart viele Neuinfektionen an einem Tag. Nachfrage bei der Kreisverwaltung.

„Es ist heute tatsächlich einer großer Sprung“, bestätigt Kreis-Pressesprecherin Ellen Bulten. Und sie erklärt, dass 35 der 90 Neuinfektionen Personen zugeordnet sind, die bereits unter Quarantäne standen, sprich Kontaktpersonen ersten Grades. Und die übrigen 55 Neuinfektionen?

Infektionsgeschehen ist diffus

„Das Infektionsgeschehen ist nach wie vor sehr diffus“, so Ellen Bulten. Ein Teil der Infektionen werde im Arbeitsumfeld vermutet, ein anderer im Familienumfeld. „Oft wissen die Betroffenen selbst nicht, wo sie sich angesteckt haben“, macht die Kreis-Pressesprecherin deutlich. Das treffe aktuell auf etwa ein Drittel der Neuinfektionen zu.

Zudem seien ein Großteil der aktuellen Befunde über Hausärzte beim Kreis eingegangen und nicht über das eigene Labor. Das spreche für Einzelgeschehen und keine konzentrierten Ausbrüche, bei denen dann ja Massentests mit Laborauswertung anstehen würden.

Konzentrierterer Ausbruch in Heek

Auffällig ist dennoch, dass es aus dem Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung in Ahaus (+14), Stadtlohn (+13) und Heek (+7) verhältnismäßig viele Neuinfektionen gibt. Doch nur das Infektionsgeschehen in Heek ist einem größeren Ereignis zugeordnet.

„Dort gibt es einen etwas konzentrierten Ausbruch in einer Asylbewerberunterkunft“, berichtet Ellen Bulten. Dabei aber hätten alle jetzt betroffenen Personen schon zuvor wegen eines Infektionsfalls unter Quarantäne gestanden. Es seien jetzt eben typische Folgeinfektionen.

Ob und wie viele britische Virus-Mutationen es unter den Neuinfektionen gibt, ist unklar. Fakt ist: Von den derzeit 437 Infizierten (Stand 25. Februar) haben 63 Personen nachweislich die Mutation. Insgesamt gibt es bisher 98 nachgewiesene Infektionsfälle mit der britischen Virus-Mutation im Kreis.

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