Werner Backhaus alias John Graye veröffentlicht erstes eigenes Album

hzAhauser Musiker

Der Ahauser Musiker Werner Backhaus steht zwar seit Jahrzehnten auf der Bühne, allerdings hat er sich erst jetzt seinen großen Traum erfüllt: Mit „Finally“ veröffentlicht er sein erstes Album.

Ahaus

, 19.11.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Werner Backhaus hat sich mit 70 Jahren seinen großen Traum erfüllt. Das Album mit dem vielsagenden Namen „Finally“ (engl. „endlich“) ist ab sofort im Handel erhältlich und das erste, das der Ahauser Musiker alleine veröffentlicht hat. „Ich habe mit meinen verschiedenen Bands viele Projekte gehabt, aber konnte mich dort nie selbst verwirklichen. Nun hat es endlich geklappt“, erklärt Backhaus im Gespräch mit der Redaktion.

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Zwar hatte der Rentner die Idee dafür bereits eine gewisse Zeit im Hinterkopf („Ich trage die Überlegung schon lange vor mir her“). Die Corona-Pandemie wirkte allerdings als Beschleuniger. „Ich hatte keine Auftritte mehr und habe die Gelegenheit genutzt, deutlich mehr Zeit im Studio zu verbringen. Ein wenig wurde ich zu meinen Glück gezwungen“, berichtet der Ahauser. Zehn Hits finden sich auf dem Album. Einem bestimmten Genre will sich der Künstler nicht zuordnen. „Es ist eine Mischung aus Pop, Rock und Country.“

Zwei Gründe für Pseudonym

Das Pseudonym „John Graye“ hat er aus zwei Gründen gewählt. „Ich singe nur auf Englisch, daher finde ich Werner Backhaus unpassend. Zum anderen ist der Nachname Graye natürlich eine Anspielung auf meine mittlerweile ergrauten Haare“, so Backhaus. Mit dem Ergebnis ist er vollauf zufrieden. Die erste Resonanz auf sein Album sei durchweg positiv gewesen. Unterstützung erhielt er vom Ahauser Musiker Boris Golubovic, der die Songs mit seiner Gitarre begleitet.

Nun hofft Werner Backhaus, dass zeitnah auch die ersten Radiosender anbeißen. „Ich habe gesehen, dass die Redaktionen die Songs bereits runtergeladen haben. Es wäre schön, wenn WMW oder der WDR sie spielen würden.“ Der finanzielle Aspekt habe für ihn aber keine Rolle bei der Umsetzung des Projekts gespielt.

In schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen

„Mir ging es auch darum, in schwierigen Zeiten ein Zeichen zu setzen. Ich finde es ganz schlimm, dass Künstler aktuell nicht auftreten dürfen. Denn mein Motto ist: Musik ist Nahrung für die Seele“, sagt der 70-Jährige. Trotz seines fortgeschrittenen Alters brennt er darauf, wieder auf der Bühne stehen zu dürfen. Allerdings nur, falls es die Pandemie zulässt. „Vor Mitte nächsten Jahres rechne ich nicht damit.“

Sein Blick in die Zukunft ist insgesamt duster: „Ich glaube nicht, dass es jemals so wird wie früher. Wir müssen uns darauf einstellen, dass zukünftig immer wieder der Aufruf kommen wird, für 14 Tage die Masken zu tragen oder die Gastronomie zu schließen. Nach Corona kommt vielleicht ein anderes Virus.“ Allerdings zeigt der Ahauser auch Verständnis für die Politik von Angela Merkel: „Es ist zwar traurig, aber wir müssen dadurch. Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, wieso sich unsere Landesfürsten gegen strengere Maßnahmen wehren. Sie sind meiner Meinung nach notwendig.“ Auch wenn es bedeutet, dass es bis zum ersten Live-Auftritt von John Grayes Lieder noch lange dauern wird.

Info

  • Werner Backhaus wurde 1950 in Bonn geboren.
  • In der Musikszene Köln-Bonn machte er sich in den 1970er-Jahren einen Namen.
  • Parallel legte er sein Diplom als Sozialpädagoge ab.
  • Später arbeitete er für das Auswärtige Amt unter anderem in Indien, Russland und den USA.
  • Sein Album „Finally“ ist als CD beim Ahauser Elektromarkt „Euronics“, Adenauerring 4, für 15 Euro erhältlich.
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