Wir für Sie: Wie die Redaktion der Münsterland Zeitung Sie durch den Tag begleitet

Einblicke in die Lokalredaktion

Als Lokalredaktion sind wir Ihr Tagesbegleiter in Ahaus und Umgebung, Ihr Kümmerer und Partner. Wie das funktioniert? Wir nehmen Sie einen Tag lang mit hinter die Kulissen.

Ahaus

, 08.02.2021, 14:25 Uhr / Lesedauer: 2 min
Wie arbeiten wir eigentlich bei der Münsterland Zeitung? Ich nehme Sie mit hinter die Kulissen.

Wie arbeiten wir eigentlich bei der Münsterland Zeitung? Ich nehme Sie mit hinter die Kulissen. © Markus Gehring

Ich bin Laura Schulz-Gahmen, 31 Jahre alt und seit Oktober 2020 Redakteurin bei der Münsterland Zeitung. Als Reporterin bin ich überwiegend für die Gemeinde Legden zuständig. Aber zwischendurch schreibe ich auch für andere Ressorts.

Ich liebe besonders an meinem Job, dass ich jeden Tag neue Menschen kennen lerne und ich selbst immer etwas Neues dazu lerne. Heute möchte ich Ihnen gerne erklären, was eine Redakteurin eigentlich den ganzen Tag so macht.

An erster Stelle: Bestandsaufnahme

Mein erster Blick am Morgen fällt auf unsere Homepage und die erschienenen Artikel. Ich schaue, ob Titel, Teaser und Bild richtig dargestellt werden. Dann sehe ich mir die Zahlen an. Wie viele Menschen haben sich meinen Artikel angesehen? Ja, auch das können wir sehen. Dann sichte ich meine E-Mails und schaue, ob sich daraus interessante Themen ergeben, aus denen man gut einen Artikel machen kann. Danach checke ich die Sozialen Medien und andere Nachrichten-Lieferanten.

Das kurze Treffen: Die Konferenz

Das machen wir zweimal täglich, mindestens. Am Vormittag besprechen wir Redakteure gemeinsam, welche Themenideen wir haben, welche Themen ein Muss sind und wie wir die Ideen angehen. Dazu brauchen wir als Lokaljournalisten natürlich auch lokale Interpreten, die etwas zu dem entsprechenden Thema sagen können. Haben wir keinen Interpreten, ist es keine Geschichte.

Wegen der Pandemie können unsere Konferenzen derzeit nur digital stattfinden.

Wegen der Pandemie können unsere Konferenzen derzeit nur digital stattfinden. © Markus Gehring

Am Nachmittag schauen wir gemeinsam, welche Artikel fertig werden, und welche nicht. Außerdem gucken wir in den Terminplan für den nächsten Tag und besprechen diesen.

Auf Spurensuche: Die Recherche

Und dann geht es meistens auch schon los, wir informieren uns vorab bei Personen, die mit dem Thema schon zu tun hatten, holen Zahlen ein und wir verabreden Termine, ob persönlich oder telefonisch.

Halten Sie doch auf den Straßen mal Ausschau nach unserem kleinen cyanfarbenen Flitzer.

Halten Sie doch auf den Straßen mal Ausschau nach unserem kleinen cyanfarbenen Flitzer. © Markus Gehring

Wir stellen Presseanfragen an beispielsweise Städte und Gemeinden zu den vorher diskutierten Themen und dann kommt die wichtigste Aufgabe: Wir stellen Fragen.

Gerade etwas schwierig: Termine

Ortstermine sind dafür ungemein wichtig, denn in den Gemeinden und Städten liegen die Antworten. Dort können Fragen direkt von den Menschen beantwortet werden, die es betrifft. Wir stellen fragen wir: „Warum trifft Sie dieses besonders?“, oder „Haben Sie schon eine Lösung für das Problem im Kopf?“.

Wegen der Pandemie findet die Recherche meist von zuhause statt. Aber manchmal fahren wir doch noch raus.

Wegen der Pandemie findet die Recherche meist von zuhause statt. Aber manchmal fahren wir doch noch raus. © Markus Gehring

Wir machen Fotos, Videos und nehmen die Atmosphäre mit. Außerdem erfahren wir Redakteure dort oft auch noch spannende Dinge, so dass wir mit neuen Geschichten für Sie wieder in die Redaktion, oder im Moment oft auch ins Home Office, fahren.

Der fertige Beitrag: Ist der Ortstermin erledigt, stellen sich folgende Fragen: Habe ich alle Antworten, die ich für den Artikel brauche, oder muss ich noch einmal hinterher telefonieren? Das sind Fragen, die meistens auf der Fahrt in die Redaktion durch meinen Kopf schwirren. Wenn ich dann an meinem Schreibtisch sitze, überlege ich mir, wie ich den Artikel aufbauen werde. Im Kopf habe ich dann eine grobe Gliederung und die Feinheiten stimme ich während des Schreibprozesses ab.

Ist alles verfasst, lese ich selbst einmal alles durch, um zu sehen, ob ich nichts vergessen habe und checke meine Notizen. Danach schaut ein Kollege noch einmal drüber und guckt, ob sich auch keine Fehler eingeschlichen haben und inhaltlich alles verständlich ist. Danach wird der Artikel freigegeben und im Sendeplan platziert, damit er zum passenden Zeitpunkt online geht.

Das ist mein Arbeitstag. Vielen Dank, dass Sie heute dabei waren. Ich hoffe, es hat Ihnen genau so viel Spaß gemacht, wie mir.

Lesen Sie jetzt