Zeugen verweigern vor Gericht jede Aussage gegen Familienvater, der sie bedroht haben soll

Verfahren eingestellt

Vor Gericht stand ein 41-jähriger Familienvater, der seine Frau und seine Tochter bedroht haben soll. Doch vor Gericht schwiegen alle Beteiligten. Für den Richter blieb nur eine Möglichkeit.

Ahaus

, 24.07.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Es war ein kurzer Prozesstermin im Amtsgericht Ahaus. Der 41 Jahre alte Angeklagte aus Ahaus, seine Ehefrau und der erwachsene Sohn machten von ihrem Recht Gebrauch, die Aussage zu verweigern.

Die Staatsanwaltschaft hatte in ihrer Klageschrift ausgeführt, dass der 41-Jährige im März 2019 seine damals neunjährige Tochter und seine 38 Jahre alte Ehefrau bedroht haben soll. Zeuge dieses Vorfalls sollen der erwachsene Sohn und weitere, teilweise minderjährige Familienmitglieder gewesen sein.

Laut Anklageschrift soll der Angeklagte Frau und Tochter verbal bedroht haben in einer Form, die erhebliche körperliche Gewalt des Angeklagten gegenüber diesen beiden Personen androhte. Der Angeklagte ließ durch seine Verteidigerin verlauten, dass er dazu nichts sagen würde. Seine Ehefrau und der Sohn äußerten sich ebenfalls nicht zum Tatvorwurf. Die Staatsanwältin und der Richter waren sich einig, die damals bedrohte Tochter als Minderjährige nicht in den Zeugenstand rufen zu wollen. Das Verfahren wurde ohne weitere Auflagen eingestellt.

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