Zu viel versiegelte Fläche: Spagat zwischen Recht und Unrecht

hzKommentar

Ein Ahauser Unternehmer will berechnet haben, dass in Gewerbegebieten viel zu viel Fläche versiegelt wurde. Dazu ein Kommentar von unserem Redakteur Christian Bödding.

Ahaus

, 10.01.2020, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Wir wissen nicht, ob die zuständigen Mitarbeiter im Rathaus schon im Schlaf von Armin Siemes verfolgt werden. Fakt ist: Der Ahauser Unternehmer beschert der Verwaltung mit seinen Eingaben ungeliebte Mehrarbeit.

2019 waren sie die Grundlage, dass die Verwaltung nicht angelegte Ausgleichsflächen in Ahauser Gewerbegebieten prüfen muss. 2020 geht es nahtlos weiter. Diesmal im Fokus: unrechtmäßig versiegelte Gewerbeflächen in Ahaus.

Armin Siemes spricht von mehreren zehntausend Quadratmetern.

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Ein Lineal reicht nicht

Seinen Hinweisen für jede einzelne Fläche nachzugehen, das ist sicher kein Job, um den man sich im Rathaus reißt. Wie es schon von der Stadt heißt: Es reicht nicht, mit einem Lineal die Bebauungspläne und die Luftbilder zu vergleichen.

Doch ganz so schwer, wie die Verwaltung vorgibt, dürfte die Arbeit auch nicht sein. Ich denke da nur an digitale Kataster und die auf Knopfdruck ausgeworfenen Abgabenbescheide für Eigenheimbesitzer, wenn es um versiegelte Fläche geht.

Schon vor Monaten hat der Unternehmer die Stadt darauf aufmerksam gemacht. Die knappe Antwort lautet, dass die Verwaltung den Hinweisen nachgehe und es sich um ein komplexes Thema handele.

Fragen und Antworten

Noch komplexer dürfte für die Stadtverwaltung sein, anschließend die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen, um die Unternehmen nicht zu vergraulen. Welche das sind, darüber dürften sich die Experten noch die Köpfe zerbrechen. Eine rückwirkend erklärte Rechtmäßigkeit? Kompensationszahlungen? Oder gar ein Rückbau der versiegelten Fläche?

Fragen über Fragen. Ich bin gespannt auf Antworten, die gleichermaßen Armin Siemes wie die betroffenen Firmen zufriedenstellen.

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