Zwölfjähriger sah Pornofilm mit an

10.01.2008, 18:56 Uhr / Lesedauer: 1 min

Ahaus 900 Euro muss ein 52-jähriger, in Ahaus lebender Mann zahlen, der es zuließ, dass ein minderjähriger Junge in seiner Wohnung einen Videofilm pornografischen Inhalts mit ansah. Das Amtsgericht, vor dem er sich jetzt verantworten musste, sah eine Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Euro als schuldangemessen für diese Tat an. Strafmildernd wertete der Strafrichter die bisherige Unbescholtenheit des Angeklagten.

Der Mann hatte versucht, den Zwölfjährigen, der sich den Film aus dem PKW des 52-Jährigen geholt hatte, das Anschauen des Zeichentrickfilms zunächst zu verbieten. Auf Drängen des Jungen, den die Tante mitgebracht hatte, schaute sich der Junge den Zeichentrickfilm trotzdem einige Minuten an, bis der Angeklagte das unterband.

Das Gericht belehrte den Angeklagten, dass er sofort hätte einschreiten müssen. Freigesprochen wurde der Mann von einem weiteren Vorwurf des Besitzes kinderpornografischer Schriften. Seine Aussage, dass er nicht gewusst habe, dass sich auf einer von einem Bekannten geschenkten CD kinderpornografische Darstellungen befanden, konnte ihm nicht widerlegt werden.

Der Angeklagte will sich die CD außerdem noch nicht angesehen haben, da er sie nicht öffnen konnte. CD und Videofilm wurden gerichtlich eingezogen. ek

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