Marius Prätzel und Till Fismann haben erst vor kurzem bei den GSW begonnen. Nun müssen sie Abstand zu den neuen Kollegen halten. © GSW
Beruf und Corona

Die GSW-Neulinge kennen die Kollegen nur mit Maske

Wer während der Pandemie einen neuen Job antritt, hat es nicht leicht, Kontakt zu den neuen Kollegen zu knüpfen. Das merken zwei junge Männer, die seit kurzem bei den GSW arbeiten – unter Corona-Bedingungen.

Es ist ganz gut, dass die Gemeinschaftsstadtwerke Kamen-Bergkamen-Bönen (GSW) ein Archiv mit den Bildern ihrer Mitarbeiter haben. „So weiß ich wenigstens, wie die Kollegen aussehen“, sagt Marius Prätzel. Er hat am 1. März bei den GSW angefangenen. Eigentlich sollte er in der Zwischenzeit zumindest einen Teil der rund 200-GSW-Beschäftigten kennengelernt haben. Hat er auch. Aber viele kennt er nur Maske.

Bei den GSW wird, wie bei vielen anderen Unternehmen auch, derzeit unter strengen Corona-Schutz-Regeln gearbeitet. Ein Teil der Belegschaft sitzt im Home-Office. Die anderen bemühen sich, Kontakte zu vermeiden, halten Abstand und tragen einen Mund-Nasen-Schutz.

Ein schwieriger Start im neuen Job

Nicht unbedingt die besten Voraussetzungen, um sich als neuer Kollege in einem Unternehmen einzuleben. Diese Erfahrung hat auch Till Fismann gemacht. Er arbeitet wie Prätzel in der Abteilung Geoinformationssysteme und hat schon im Januar bei den GSW begonnen. Inzwischen kennt er zumindest die Kollegen ganz gut, mit denen er im Arbeitsalltag zu tun hat. Den sonst für Neulinge durchaus üblichen Vorstellungsrundgang hat er bisher nicht angetreten.

Immerhin ist er zuweilen auf Baustellen der GSW unterwegs und lernt dort den einen anderen Kollegen kennen – mit Abstand und Maske versteht sich. Diese Chance hat Prätzel nicht: „Ich arbeite mehr im Innendienst“, sagt er. Und das erleichtert den Start an einem neuen Arbeitsplatz in Zeiten der Pandemie nicht gerade.

Die Videokonferenz hilft im Homeoffice

Allerdings scheinen die beiden jungen Männer mit ihren Arbeitsbedingungen ganz zufrieden zu sein. Jedenfalls machen sie beim Video-Gespräch nicht den Eindruck, dass sie den Wechsel zu den GSW bereuen. Prätzel, der in Bochum wohnt, war vorher für die Dortmunder Niederlassung eines Leitungs-Dienstleisters tätig. Fismann, der aus Selm kommt, hat bis Ende vergangenen Jahres bei einem Vermessungsingenieur-Büro in Hamm gearbeitet.

Anna Lootze gehört zu den GSW-Mitarbeiterinnen, die fast vollständig im Home-Office arbeiten. Die Kollegen sieht sie fast nur auf dem Computer-Bildschirm. © GSW © GSW

Dadurch, dass sie ins Büro gehen dürfen, bekommen sie regelmäßig „echte“ Kollegen zu Gesicht. Der GSW-Pressesprecherin Anna Lootze geht es da anders. Sie arbeitet fast vollständig im Homeoffice. Immerhin kennt sie viele Kollegen noch aus Vor-Pandemie-Zeiten. Gleichwohl freut sie sich, dass sie mit ihnen nicht nur am Telefon zu tun hat: „Die Videokonferenzen werden immer wichtiger“, sagt Lootze. Da bekommt man die Kollegen auch mal ohne Maske zu Gesicht.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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