Polizei

Flucht vor der Polizei endet an einer Laterne

Ein Bergkamener (18) sollte in Dortmund von der Polizei angehalten werden. Doch er trat lieber die Flucht an. Und setzte seinen Wagen vor eine Laterne.
Ein Bergkamener (18) missachtete die Anhaltesignale der Polizei und floh. (Symbolfoto) © picture alliance / ZB

Ein 18-Jähriger aus Bergkamen hat in der Nacht zu Samstag (10. April) die Anhaltezeichen eines Streifenwagens missachtet und ist vor diesem geflüchtet. Wie die Polizei Dortmund am Sonntag berichtete, kam der junge Autofahrer nicht weit. Die Flucht endete an einer Laterne.

Er und die drei weiteren Insassen des Fahrzeugs blieben unverletzt, durften aber erst einmal eine Polizeiwache von innen kennenlernen.

Instinkt der Beamten erwies sich als richtig

Der Wagen fiel Beamten der Polizei Dortmund laut der Mitteilung gegen 0.35 Uhr auf der Hörder-Bach-Allee nahe dem Phoenix-See in Dortmund-Hörde auf. Die Beamten folgten laut dem Bericht ihrem Instinkt, das mit vier Personen besetzte Fahrzeug zu kontrollieren, und dieser Instinkt erwies sich als richtig.

Die deutlich wahrnehmbaren Anhaltezeichen, die sie dem Fahrer gaben, missachtete der junge Mann. Auf die Hermannstraße in Richtung Schüren abgebogen, gab er Gas und beschleunigte sein Fahrzeug auf geschätzt mehr als 80 km/h.

18-Jähriger verliert die Kontrolle über sein Auto

Das war offenbar für ihn selbst zu schnell. Er verlor die Kontrolle, rauschte im Kreuzverkehr an der Schüruferstraße über die Mittelinsel, touchierte dort das Gestell eines Baumes und prallte schließlich gegen einen Laternenmast.

Beendet war die Flucht für die Insassen damit freilich nicht. Alle vier verließen schnell das Auto und wollten zu Fuß fliehen. Dies wussten die Beamten jedoch zu unterbinden.

Den Grund, warum er nicht angehalten hatte, lieferte der 18-jährige Fahrer sofort: Er sei nicht im Besitz einer gültigen Fahrerlaubnis, gab er an. Erste Ermittlungen bestätigten dies. Zudem fanden die Beamten im Auto Utensilien, die Hinweise auf einen möglichen Betäubungsmittelkonsum lieferten.

Der Fahrer und seine drei Mitinsassen – ein 18-Jähriger aus Werne sowie eine 17-Jährige und ein 19-Jähriger aus Hamm – mussten auf die Wache mitkommen. Nach Entnahme einer Blutprobe bei dem Fahrer, dem Fertigen einer Strafanzeige gegen ihn sowie Ordnungswidrigkeiten wegen des Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung gegen alle vier durften sie die Wache wieder verlassen.

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