Rebecca Reiter, Projektleiterin von Bonava, stellt das Wohnprojekt Heidegärten vor. Die Bauanträge für die ersten zehn Häuser sind gestellt. Der Bau soll wahrscheinlich im August beginnen. © Stefan Milk
Neubaugebiet in Bergkamen

Mit Video: Neubausiedlung „Heidegärten“ an der Berliner Straße begehrt

Dort, wo bis vor kurzem die Heideschule stand, türmen sich Erdhaufen: Ein Unternehmen aus Schweden baut auf dem Gelände Eigenheime – und das Interesse ist schon groß.

Bisher hat das schwedische Unternehmen „Bonava“ auf seiner Homepage nur eine „Schlüssellochanzeige“ veröffentlicht, wie Projektleiterin Rebecca Reiter sie nennt. Eine erste Anzeige, wie das Neubaugebiet an der Berliner Straße in Weddinghofen einmal aussehen könnte. Die Anzeige ist noch ohne Preise, ohne Daten zur Größe der Häuser und der Grundstücke. Trotzdem haben sich schon eine ganze Reihe von Interessenten gemeldet, berichtet Reiter – ein Beweis dafür, dass Häuser und Wohnungen in Bergkamen offenbar rar gesät sind.

Bonava hat das Gelände der ehemaligen Heideschule und das gegenüberliegende Brachgelände von der Fakt AG gekauft. Das Unternehmen plant dort insgesamt 65 neue Eigenheime. Sechs davon sollen freistehende Einfamilienhäuser, 48 Doppelhaushälften und elf Reihenhäuser werden, mit einer Wohnfläche zwischen 110 und 155 Quadratmetern.

Eine Computeranimation vom geplanten Neubaugebiet, in dem es verschiedene Doppelhaus-Typen geben soll. © Bonava © Bonava

Die elf Reihenhäuser sind so etwas wie der Ersatz für die öffentlich geförderten Wohnungen in Mehrfamilienhäusern, die sich die Stadt ursprünglich in dem Bereich gewünscht hatte. Bonava will sie zwar bauen, dann aber an einen Investor weitergeben, der sie zu den Bedingungen von Sozialwohnungen vermietet. Das Unternehmen habe sich gegen die Mehrfamilienhäuser entschieden, weil das Umfeld schon davon geprägt ist, sagt Reiter. „Wir haben die Erfahrung gemacht, dass gerade Reihenhäuser zum Mieten sehr gefragt sind“, sagt sie.

Zurzeit werden Fernwärme- und andere Leitungen auf das Baugelände verlegt. © Stefan Milk © Stefan Milk

Zurzeit ist die Fakt AG, die auch den Abriss der Hauptschule übernommen hatte, noch dabei, das ehemalige Schulgelände für die Bebauung zu erschließen. Es wird ein Kanal verlegt, an den die Häuser angeschlossen werden und eine Baustraße gebaut. Die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) ziehen außerdem die Fernwämeleitungen zu den Baugrundstücken.

Nach Angaben der Projektleiterin hat Bonava den Bauantrag für die ersten zehn Eigenheime bereits bei der Stadt gestellt. Die Planung des Unternehmens sieht vor, dass der Bau der ersten Häuser im August beginnt. Bis sie fertig sind, wird aber wohl über ein Jahr vergehen. „Wir gehen davon aus, dass wir die ersten Häuser Ende 2022 an die Eigentümer übergeben können“, sagt sie.

Die Vermarktung soll im Juni beginnen. Dann sollen auch genaue Größen und Preise feststehen, kündigt die Projektleiterin an.

Die Erschließung übernimmt noch die Fakt AG, von der das schwedische Unternehmen das Baugebiet gekauft hat. © Stefan Milk © Stefan Milk

Der Bau der Häuser soll auf dem ehemaligen Schulgelände am Ende in der Nähe der Goekenheide beginnen und sich von dort in Richtung Berliner Straße bewegen. Die Brache neben und hinter dem dem neuen Kindergarten soll danach bebaut werden, ebenfalls von hinten nach vorne zur Berliner Straße. Das Unternehmen will so verhindern, dass vor den schon fertigen Häusern noch ständig Baufahrzeuge rollen.

Eines der Einfamilienhäuser, die in dem Neubaugebiet geplant sind. © Bonava © Bonava

Die elf Reihenhäuser, in der Nähe des Kindergartens entstehen sollen, sind nach Angaben der Projektleiterin die letzten die gebaut werden.

Auf beiden Seiten der Berliner Straße ist jeweils ein Spielplatz vorgesehen. Zur Gestaltung kann Reiter aber noch nichts sagen. „Das übernimmt die Stadt Bergkamen“, teilt sie mit.

Sogar die Namen der beiden neuen Wohnstraßen, die entstehen sollen, stehen schon fest. Über das ehemalige Schulgelände soll die „Magdeburger Straße“ führen. Die Straße, die auf die ehemalige Brache gegenüber führt soll „Erfurter Straße“ heißen.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
Geboren 1960 im Münsterland. Nach dem Raumplanungsstudium gleich in den Journalismus. Mag Laufen, Lesen, Fußball und den BVB ganz besonders. An den Bergkamenern liebt er ihre Offenheit. Die Stadt ist spannend, weil sie sich im Strukturwandel ganz neu erfinden muss und sich viel mehr ändert als in anderen Städten.
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