Bei der Partnersuche im Netz spielt das Porträtbild eine zentrale Rolle. Fotograf Norbert Reh, weiß worauf man achten muss. © Marcel Drawe
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Profis geben Tipps: Das richtige Foto für die Partnersuche

Bei Bewerbungsfotos für einen neuen Job investieren etliche Menschen viel Mühe und Geld. Beim Bild für Dating-Portal und Partnersuche ist das nicht immer so. Ein Fehler, wie Foto-Profis wissen.

Der erste Eindruck eines Bewerbungsfotos ist extrem wichtig. Das sagt Ralph Bisdorf. Und er muss es wissen: Bisdorf betreibt ein Fotostudio in der Kamener Innenstadt. Dort macht er natürlich Porträtaufnahmen für Bewerbungen. Und zwar nicht nur von Menschen, die einen neuen Job wollen. Auch wer die Frau oder den Mann für das Leben oder zumindest für eine kürzere oder längere Beziehung sucht, braucht aussagekräftige Bilder.

Es seien durchaus schon Kunden bei ihm gewesen, die ein Bewerbungsfoto für eine Dating-App oder ein Partnersuche-Portal haben machen lassen, berichtet Bisdorf. Der Fotograf Norbert Reh, der sein Fotostudio in Bergkamen hat, hegt bei einigen der von ihm Porträtierten eine ähnliche Vermutung – auch wenn sich noch keiner von ihnen geoutet habe: „Aber das ist ja auch eine sehr persönliche Angelegenheit.“

Ein schnell geknipstes Selfie reicht nicht

Klar ist den beiden Foto-Profis aber auf jeden Fall: Wer im Internet auf Partnersuche geht, sollte auf das Foto mindestens so viel Sorgfalt verwenden, wie bei einer Bewerbung. Das schnell mal eben so gemachte Handy-Selfie ist eher kontraproduktiv.

Bisdorf hat die Erfahrung gemacht, dass manch ein Single durchaus bereit ist, Geld für ein gutes Foto in die Hand zu nehmen. Vor allem, wenn er auf einem der vielen kostenpflichtigen Portale unterwegs sind: „Da ist das Budget meist höher.“ Wer hingegen auf Gratis-Dating-Apps setzt, spart im Zweifelsfall auch beim Foto – und greift dann doch eher zum eigenen Handy oder bittet einen Hobby-Fotografen seines Vertrauens um dessen Dienste. Dabei kann man allerdings allerhand verkehrt machen und zwar nicht nur den falschen Bildausschnitt wählen oder das Foto verwackeln.

Man sollte sich nicht viel schöner machen als man ist

Man sollte sich schon vorher überlegen, wie man optisch rüberkommen möchte, raten die beiden Foto-Profis. Wer seriös erscheinen will, sollte sich anders in Szene setzen (lassen), als jemand, der locker-flippig wirken möchte. Und das hängt natürlich auch vom Portal ab und den Ansprüchen an den Menschen, den man dort sucht.

Bildbearbeitungssoftware können auch Laien inzwischen problemlos bedienen. Das Foto damit ein wenig aufzuhübschen, sei kein Problem, sagt Norbert Reh. Er warnt allerdings vor einem zu exzessiven Gebrauch. Im Idealfall führt das Bewerbungsfoto zu einem realen Date: „Und da darf die Enttäuschung über das echte Aussehen nicht zu groß sein.“

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Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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