Borussia Dortmund ist Deutscher Meister! Der BVB schreibt Geschichte

Borussia Dortmund hat erstmals in der Vereinshistorie die Deutsche Meisterschaft gewonnen und so Geschichte geschrieben.
Borussia Dortmund ist Deutscher Meister 2020/2021. © imago images/Eibner

Der 8. Mai 2021 wird in die Geschichtsbücher von Borussia Dortmund eingehen. Die Handballerinnen des BVB haben sich erstmals in der Vereinshistorie die erste Deutsche Meisterschaft in der Handball-Bundesliga gesichert. Ein ungefährdeter und absolut dominanter 39:22 (22:9)-Erfolg gegen SV Union Halle-Neustadt bescherte den Titel. Zuvor gewann das Team von Trainer André Fuhr 26 Spiele. Ungefährdet, oftmals in beeindruckender Manier – so wie auch an diesem Samstagabend in Halle.

In einer Saison, die das Prädikat außergewöhnlich verdient. Zum einen, weil die Coronavirus-Pandemie die Handball-Spielzeit zu einer außerordentlichen gemacht hat. Keine Zuschauer, strenge Hygieneregeln, Coronafälle bei mehreren Teams. Aber auch, weil das schwarzgelbe Team seinen Weg unbeirrt fortgesetzt hat.

BVB setzt einen Meilenstein

Denn während der BVB an diesem 8. Mai 2021 die erste deutsche Meisterschaft der Vereinshistorie feiert, damit einen Meilenstein setzt und den Handball in Dortmund auf eine neue Stufe hebt, sah es vor etwas mehr als einem Jahr ganz anders aus.

Am 20. April 2020 entschied die HBF, die Handball-Bundesliga der Frauen, dass die wegen der Coronavirus-Pandemie abgebrochene Spielzeit 2019/2020 nicht gewertet wird und der BVB, damals Tabellenführer, den Titel nicht zugesprochen bekommt.

Auch wenn Abteilungsvorstand Andreas Heiermann betont, dass diese Entscheidung nicht aus den Köpfen der Vereinsverantwortlichen und Spielerinnen gehen würde, hat der Klub seine Marschroute seitdem nicht verändert. Alles war auf das eine Ziel ausgerichtet: Deutscher Meister zu werden.

BVB-Abteilungsvorstand Andreas Heiermann erklärte die Absage der Partien in der Champions League. © Ludewig © Ludewig

Und das gelang an diesem Samstagabend im Osten Deutschlands in Halle an der Saale. Es war das Meisterstück, was der BVB dort aufführte. In einer Bundesliga-Spielzeit, die von schwarzgelber Dominanz absolut geprägt war. Alle Spiele bis zum Titelgewinn gewonnen, drei weitere Siege könnten noch folgen. Die meisten Tore erzielt, die wenigsten kassiert. Mit Abstand die beste Tordifferenz aller Vereine. Und das haben Verantwortliche sowie die Spielerinnen geschafft trotz einiger Nebenschauplätze. Mal größer, mal nicht so groß.

„Wir haben schwierige Hürden genommen bis hierher“, sagt BVB-Trainer André Fuhr. © Ludewig © Ludewig

Das Aus im DHB-Pokal Anfang November gegen Buxtehude, Spiele im Drei-Tages-Rhythmus von Januar bis März. International sowie national. Das Champions-League-Aus am Grünen Tisch gegen Metz Handball wegen der unklaren Corona-Situation beim französischen Team. Die Abgänge von gleich mehreren Leistungsträgerinnen im Januar sowie die doppelte Quarantäne, die für einige BVB-Akteurinnen beinah den ganzen April gingen. Es gab viele kleinere Geschichten, die nicht auf dem Parkett abliefen, aber den Fokus auf das Wesentliche nicht genommen haben. In 2021 gab es bislang 21 Spiele mit BVB-Beteiligung, lediglich ein Remis und zwei Niederlagen waren dabei – alle drei Partien in der europäischen Königsklasse, wo sich der BVB in seiner Premierensaison beachtlich präsentierte.

Titel geht in die Geschichtsbücher ein

Doch das große ausgegebene Ziel, das machten alle in Schwarzgelb immer wieder deutlich, war die Deutsche Meisterschaft. Die Erste in der Borussen-Historie.

Daran haben alle Beteiligten ihren persönlichen Anteil. Die 17 Spielerinnen, die das gesamte Jahr über das BVB-Spiel prägten, das Trainer- und Funktionsteam um Cheftrainer André Fuhr, die dieses Team formten, auf jedes Duell vorbereiteten, und das Führungsduo um Andreas Heiermann und den kürzlich verstorbenen Andreas Bartels. „Wir werden Andreas Bartels ein ehrendes Andenken bewahren und den aktuellen sportlichen Erfolg in seinem Namen weiterführen“, teilte Borussia Dortmund einen Tag nach Bartels Ableben mit.

Die Deutsche Meisterschaft trägt in großen Zügen die Schrift von Andreas Bartels. Ein Titel, der in die Geschichtsbücher eingeht.

Dieses Team holte die erste Deutsche Meisterschaft für den BVB:

Kader: Isabell Roch, Rinka Duijndam, Yara ten Holte, Alina Grijseels, Tessa van Zijl, Inger Smits, Delaila Amega, Kelly Dulfer, Laura van der Heijden, Jennifer Rode, Dana Bleckmann, Clara Monti Danielsson, Merel Freriks, Tina Abdulla, Johanna Stockschläder, Jennifer Gutiérrez Bermejo, Kelly Vollebregt

Trainerteam: Trainer André Fuhr, Co-Trainer Andreas Kuno, Torwarttrainerin Clara Woltering, Betreuer Siggi Janz, Athletiktrainer Tobias Vogt, Physio Jan Hürster, Physio Hanjin So

Vorstand: Andreas Heiermann, Andreas Bartels, Sarah Prumbaum, Maria Pfefferkuch

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