BVB beendet das Sportjahr 20 Minuten zu früh, siegt aber trotzdem

Handball-Bundesliga

Borussia Dortmunds Handball-Damen gewinnen zum Jahresabschluss deutlich in Neckarsulm und beschließen das Sportjahr auf Tabellenplatz 4. Doch den Coach ärgern die letzten 20 Minuten.

Dortmund

, 30.12.2018, 20:18 Uhr / Lesedauer: 2 min
BVB beendet das Sportjahr 20 Minuten zu früh, siegt aber trotzdem

Asuka Fujita ragte in Neckarsulm heraus. © Stummbillig

Als Nadja Mansson Mitte der zweiten Hälfte im Rückraum hochstieg und zum 26:15 für den BVB traf, da war das Handball-Jahr 2018 für die Mannschaft von Trainer Gino Smits inoffiziell beendet. Neun Tore Vorsprung, den Gegner im Griff, da passiert nichts mehr: „Mit dem Kopf“, sagte Trainer Gino Smits nach dem am Ende nicht mehr ganz so klaren 33:27-Erfolg gegen die Neckarsulmer Sport-Union am Sonntagabend, „waren wir da schon im neuen Jahr“.

40 Minuten Cleverness

Die letzten 20 Sportminuten seines Teams haben dem akribischen Holländer nicht gefallen: „Die haben wir 7:12 verloren. Da werden wir drüber reden, wie wir das besser machen“, sagte Smits. Über den Rest der Partie hatte er hingegen nur Positives zu berichten. 40 Minuten lang habe sein Team taktisch clever agiert, die furiose Asuka Fujita traf auf Rechtsaußen genauso nach Belieben wie schon angesprochene Mansson aus dem Rückraum. Am Ende hatten beide sieben Treffer auf dem Konto.

Auch Caro Müller durfte mal wieder von Anfang an und länger ran. Die Nationalspielerin, die zuletzt mit Teilzeitauftritten zufrieden sein musste, erzielte fünf Treffer: „Sie war richtig gut drauf“, freute sich Smits über „den wichtigen Beitrag“ von Müller und erklärte, dass „wir mit ihr darüber gesprochen haben, wie sie sich verbessern kann. Sie hat es sehr gut gemacht.“ Der Coach betonte einmal mehr, wie wichtig ihm jede einzelne Spielerin ist: „Wir brauchen jede“, sagte Smits auch angesichts der nicht gerade kurzen Verletztenliste.

Linda Mack ein richtiger BVB-Fan

Auf der steht nach wie vor mit einem Kreuzbandriss auch Linda Mack, die vor der Saison aus Neckarsulm nach Dortmund gewechselt, im Moment in der Nähe ihre Reha macht und gestern „ein richtiger BVB-Fan war“, wie Smits erzählt. Die Rückraumspielerin trieb ihr Team von der Bank aus nach vorne.

Hinten hat Smits dagegen die Qual der Wahl. Nachdem zuletzt beim 29:21-Erfolg gegen Blomberg-Lippe noch die 21-Jährige Rinka Duijndam hielt, was zu halten war, stand ihr die 35-Jährige Clara Woltering in Neckarsulm mit fast 50 Prozent gehaltenen Würfen in Nichts nach.

Und weil auch die Tabelle nach dem Sieg mit Platz 4 wieder rosig schimmert, weil die Konkurrenz aus Göppingen (in Thüringen) und Leverkusen (in Buxtehude) patzte, gab Smits seinen Spielerinnen gönnerhaft einen freien Extra-Tag im neuen Jahr. „Die letzte Woche war anstrengend, wir haben vier Punkte geholt, da können die Mädels auch mal ein bisschen frei machen“, sagte der Coach. Die letzten 20 Minuten kann man danach ja immer noch besprechen.

BVB: Duijndam, Woltering, ten Holte - Grijseels (4/2), C. Müller (5/1), A. Müller (2), Einardsdottir (1), Stockschläder, van Kreij (4), Huber (2/1), Fujita (7), Mansson (7), Bleckmann (1)
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