BVB-Handballerin Merel Freriks verletzt sich im Pokalspiel gegen Bietigheim

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Kreisläuferin Merel Freriks zieht sich im Viertelfinale des DHB-Pokals einen Außenbandanriss zu. Die Verantwortlichen der BVB-Handball-Frauen bleiben aber gelassen.

Dortmund

, 13.01.2020, 21:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Neben allen Jubelbildern vom Final4-Einzug der BVB-Handball-Frauen am vergangenen Mittwoch gab es in der Halle Wellinghofen beim DHB-Pokal-Viertelfinale auch eine Schrecksekunde. Die Borussinnen standen Mitte der ersten Hälfte in der Abwehr und hatten alle Hände voll zu tun, der Vorsprung gegen die Gäste aus Bietigheim schmolz nämlich dahin. BVB-Kreisläuferin Merel Freriks versuchte gerade, einen Spielzug der Gäste zu unterbrechen, als sie zu Boden ging, sich den linken Knöchel hielt und nicht mehr aufstand.

Die Schiedsrichter unterbrachen das Spiel, die Fans in der Halle hielten die Luft an. Die Niederländerin musste mit schmerzverzerrtem Gesicht zur Bank humpeln. Während Saskia Weisheitel auf dem Feld übernahm, hielt sich Merel Freriks die Hände vor das Gesicht, während sie am linken Knöchel behandelt wurde.

Borussin Merel Freriks spielte nach der Verletzung weiter

„Wir haben das in der Halbzeit dann von unserem Arzt checken lassen, der Knöchel wurde stark getaped“, erklärt der stellvertretende Abteilungsvorstand Andreas Bartels. Zu diesem Zeitpunkt sah das Ganze offenbar noch nicht ganz so schlimm aus, Merel Freriks durfte selbst entscheiden, ob sie nochmal auflaufen wollte oder nicht. Sie wollte. Und steuerte neben einer starken defensiven Leistung im Mittelblock auch noch zwei Tore zum Sieg dazu. „Nach dem Spiel hatte sie keine Schmerzen“, sagt Andreas Bartels.

Nach lockerem Auslaufen am Donnerstag, Krafttraining am Freitag und einem freien Wochenende musste Freriks am Montag dann ins MRT: Diagnose Außenbandanriss. Glück im Unglück – hatte Trainer André Fuhr vor dem MRT noch mit einem Außenbandriss gerechnet. Aber: „Ob es für das Bundesligaspiel am kommenden Samstag gegen Blomberg reicht, wissen wir noch nicht“, sagt Bartels. Auch wie lange die Kreisläuferin, die vor allem in der Abwehr immens wichtig für den BVB ist, genau fehlen wird, stehe noch nicht fest.

BVB-Trainer André Fuhr macht sich keine Sorgen

Ein erster kleiner Dämpfer in der bisher perfekten Saison der Borussinnen, die mit 20:0 Punkten ungeschlagener Tabellenführer der Bundesliga sind. „Das tut uns natürlich weh“, kommentiert Trainer André Fuhr die Verletzung seiner Kreisläuferin. Jetzt ist Saskia Weisheitel vorne am Kreis und hinten im Mittelblock gefragt.

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„Ich mache mir da keine Sorgen und habe vollstes Vertrauen zu Saskia“, sagt Andreas Bartels und auch André Fuhr bleibt gelassen. „Ich hab keine Angst, wir werden ein bisschen nachjustieren, aber das gehört dazu.“

Unter dem Strich bleibt die Verletzung von Merel Freriks also nur ein kleiner Dämpfer für den BVB.

BVB will Fanfahrt zum Final4 anbieten
  • Die möglichen Gegner der BVB-Handball-Frauen beim Final4 am 23. und 24 Mai stehen fest.
  • Im Halbfinale des DHB-Pokals kann das Team von André Fuhr auf den Titelverteidiger Thüringer HC, die TuS Metzingen oder Frisch Auf Göppingen treffen.
  • Die Paarungen werden am 25. Januar im Rahmen des Bundesligaspiels zwischen Metzingen und Buxtehude ausgelost.
  • Jedem der vier teilnehmenden Vereine wird beim Final4 in der Stuttgarter Porsche-Arena ein eigener Fanblock und ein entsprechendes Ticket-Kontingent zugewiesen.
  • Der BVB plant, seinen Anhängern eine Fanfahrt anzubieten, in der Anreise, Übernachtung und Ticket im BVB-Fanblock enthalten sind.
  • „Wir können in den nächsten Tagen mit dem Ticketing starten, das wird bis zum 1. April laufen“, erklärt der stellvertretende Abteilungsvorstand Andreas Bartels.
  • Genauere Informationen zum Ticketverkauf wird der Verein in den kommenden Tagen veröffentlichen.
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