BVB-Handballerinnen setzten sich mit kämpferischer Leistung mit 28:22 durch

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Als neunfache Torschützin erfolgreich: Zoe Sprengers. © Ludewig
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Im ersten Bundesligaspiel nach der Freistellung von Cheftrainer André Fuhr setzte sich der deutsche Vizemeister nach einer kämpferischen Leistung mit 28:22 (15:12) bei der HSG Bensheim-Auerbach durch und feierte den dritten Saisonsieg.

Unter der Regie von Interimstrainer Andreas Kuno, der das Team zusammen mit Dominik Schlechter betreute, unterstrich Kapitänin Alina Grijseels ihren großen Wert. Beste Torschützin war Neuzugang Zöe Sprengers mit neun Treffern.

„Das war ein hart erarbeiteter Sieg in einer schwierigen Phase für uns, die zudem von großen Personalproblemen geprägt ist. Aber Alina Grijseels und Lisa Antl haben immer wieder eine Lösung gefunden, Dana Bleckmann im Innenblock wird immer stärker. Ich kann nur unterstreichen, dass wir eine tolle Mannschaftsleistung in einem schwierigen Spiel gezeigt haben“, sagte BVB-Interimstrainer Andreas Kuno.

Harma van Kreij verletzt

Ein umso bemerkenswerterer Erfolg, denn die Handballerinnen des BVB mussten beim Tabellenvierten auf die Niederländerin Harma van Kreij verzichten, die sich am Donnerstag im Training eine Bänderverletzung zugezogen hatte.

Dass es kein Spaziergang werden würde in der Bensheimer Weststadhalle, war schnell klar und von den BVB-Trainern auch so erwartet worden. Nach sieben Minuten stand es 4:3 für Bensheim, der Beginn der Partie war geprägt von zahlreichen Zeitstrafen, Unterzahl-Spielen, Fehlwürfen und hektischen Aktionen. Von Seiten des BVB kein Vergleich zu den überlegen geführten Partien gegen Halle-Neustadt oder Neckarsulm.

Ins Tempospiel gefunden

Doch die Dortmunderinnen fanden nach einer Viertelstunde zu ihrem gewohnten Tempospiel, reduzierten die eigene Fehlerquote. Als Kapitänin Alina Grijseels nach 15 Minuten zum 7:7 per Siebenmeter ausglich, war der BVB zum ersten Mal auf Augenhöhe. Auch dank einer sehr gut aufstellten Yara ten Holte im Dortmunder Kasten. In nur fünf Minuten zogen die Schwarz-Gelben auf 12:9 davon. Alina Grijseels führte klug Regie, Zöe Sprengers und Lisa Antl verwandelte die Gegenstöße. Mit sechs Treffern in den ersten 30 Minuten war Zöe Sprengers die überragende Torschützin.

Gleiches Bild im zweiten Durchgang. Verbissen wurde um jeden Ball gekämpft, doch der BVB blieb ruhig. Nach dem 19:13 durch Rechtsaußen Maraike Kusian nahm Bensheims Trainerin Heike Ahlgrimm die nächste Auszeit, stellte die Abwehr um. Die Folge: Nach dem zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Rückstand kamen die Flames bis auf drei Tore heran (45.).

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Die restlichen zehn Minuten ließ der deutsche Vizemeister nichts mehr anbrennen. Klug geführt von Kapitänin Alina Grijseels wurde der Vorsprung gehalten bzw. ausgebaut. Innerhalb von nur zwei Minuten erhöhte Grijseels auf 23:18, Antl auf 24:18 und Sprengers auf 25:18. Selbst eine kurze Deckung von Alina Grijseels durch Kretzschmar half da nichts mehr. Der BVB siegte verdient mit 28:22.

BVB: ten Holte, Moth; Sprengers (9), Antl (6), Grijseels (6/3), Kusian (2), Bleckmann (2), Sasaki (1), Ossenkopp (1), Rønning (1), Stens

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