BVB-Handball

BVB-Handballerinnen wieder vor Fans – der Gegner machte mit Corona-Fällen Schlagzeilen

Eine Heimspielpremiere ist immer etwas Besonderes. Dazu das erste Mal wieder mit Zuschauern. Die Handballerinnen des BVB empfangen den VfL Oldenburg, der zuletzt durch Corona-Fälle in der Öffentlichkeit auffiel.
Dana Bleckmann und der BVB treffen auf Oldenburg. © Peter Ludewig

Ab morgen wird‘s richtig ernst für die Handballerinnen des BVB. Die erste Englische Woche mit drei Spielen innerhalb von sieben Tagen steht an – gleichzeitig feiern die Borussinnen am Mittwochabend ihre Heimpremiere in der Saison 2021/22. Gegner um 19.30 Uhr in der Halle Wellinghofen ist der VfL Oldenburg, der am Wochenende durch drei Corona-Fälle im Team für Schlagzeilen gesorgt hatte.

Grünes Licht, dass das Spiel stattfindet, gab‘s erst am Dienstag ganz offiziell von der Handball Bundesliga Frauen (HBF). Nach dem Corona-Vorfall in Oldenburg – drei geimpfte Spielerinnen waren positiv getestet, das Nord-Derby gegen Buxtehude wurde daraufhin abgesagt – war lange nicht klar, wie die HBF damit umgehen würde. Ob die gesamte Mannschaft oder aber nur die drei positiv getesteten Spielerinnen in Quarantäne müssen. Letzteres ist der Fall, die Partie kann ganz normal angepfiffen werden.

Aber was heiß schon ganz normal. „Es ist unsere Heimpremiere in dieser Saison, dazu zum ersten Mal seit unglaublich langer Zeit erstmals wieder mit Zuschauern. Das ist schon was ganz Besonderes für uns“, erklärte Chef-Coach André Fuhr. 500 Fans sind in Wellinghofen von den Behörden zugelassen. Wer noch spontan dabei sein will, für den gibt‘s an der Tageskasse noch Tickets.

Die erste Englische Woche mit dem erfolgreichen Liga-Auftakt am Samstag in Neckarsulm, am heutigen Mittwoch gegen Oldenburg und am Samstag in der Champions League gegen FTC Cargo-Rail Hungaria – besser bekannt als Ferencváros Budapest – hat es in sich.

Und ist für die meisten Borussinnen absolut ungewohnt. „Wir haben kaum Neuzugänge, die bereits Bundesliga und Champions League zusammen gespielt haben. Daran müssen wir uns erst gewöhnen. Das ist noch ein langer Weg und ein echter Spagat“, so Fuhr.

Doch zunächst gilt die ganze Konzentration der Partie gegen Oldenburg. Die letzten beiden Partien sollte man jedoch lieber außer acht lassen. Vor einem Jahr gewann der BVB mit 35:17 in Wellinghofen, in Oldenburg folgte ein 43:22.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, sollten diese Spiele aber nicht mit dem Resultat bei der Heimpremiere vergleichen. Für mich zählen jetzt nur die zwei Punkte. Danach schauen wir weiter, wir müssen uns in jedem Spiel weiter entwickeln“, versuchte Fuhr die hohe Erwartungshaltung, unter die der amtierenden Deutsche Meister steht, etwas zu drücken.

Zumal eine Englische Woche auch extrem herausfordernd ist. „Wir müssen uns jeden zweiten Tag auf einen neuen Gegner vorbereiten und anschließend unser Spiel analysieren. Dazu müssen wir natürlich auch ganz normal noch trainieren, das ist schon extrem herausfordernd“, so Fuhr.

Der zudem noch eine schlechte Nachricht in dieser Woche verkraften musste. Haruno Sasaki, Neuzugang aus Japan, hat sich einen Bandscheibenvorfall zugezogen – besser gesagt aus Japan mitgebracht – und wird längerfristig ausfallen. Der Kader des BVB umfasst damit nur noch 15 Spielerinnen.

Der neue Lokalsport-Newsletter für Haltern

Immer freitags um 18:30 Uhr das Wichtigste aus dem Halterner Lokalsport direkt in Ihr E-Mail-Postfach.

Informationen zur Datenverarbeitung im Rahmen des Newsletters finden Sie hier.