Borussia Dortmund

BVB-Kapitänin zieht sich Bruch zu, Ex-Borussin mit der Meister-Ansage nach Dortmund

Borussia Dortmund hat das Spiel gegen die SG BBM Bietigheim deutlich verloren. Einer ehemaligen Borussin gefällt die Favoritenrolle in der Meisterschaft. BVB-Kapitänin Alina Grijseels wird wohl erstmal ausfallen.
Borussia Dortmund hat mit Kapitänin Alina Grijseels (l.) das Spitzenspiel gegen die SG BBM Bietigheim und Kelly Dulfer (r.) verloren. © Marco Wolf

Um kurz vor drei Uhr nachmittags veröffentlichte Borussia Dortmund am Montagnachmittag ein kurzes Statement auf seinen Social-Media-Kanälen. „Bittere Nachricht: Unsere Kapitänin Alina Grijseels zog sich beim gestrigen Auswärtsspiel einen Nasenbeinbruch zu und fällt bis auf weiteres aus. Wir wünschen dir eine schnelle und gute Besserung, Alina!“

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Die Kapitänin wird den Borussen wohl in den kommenden Spielen fehlen, weil sie kurz vor Schluss am Sonntag mit Bietigheims Luisa Schulze zusammenprallte. Dazu gehört zuallererst das Bundesliga-Duell gegen Buchholz-Rosengarten am Mittwoch, aber auch das Spiel in der Champions League bei Pordavka Vegeta (Kroatien). Zwei Partien, in denen ein Sieg auch ohne Grijseels mittlerweile der Anspruch des Deutschen Meisters sein sollte, wäre da nicht das Duell am Sonntag in Bietigheim (22:33) gewesen. Dortmund verlor. Und das deutlich, insbesondere aufgrund einer schwachen zweiten Halbzeit. Bietigheim, aufgrund des Sieges weiterhin verlustpunktfreier Tabellenführer, nahm Grijseels aus dem Spiel, während ihre Rückraum-Kolleginnen Laura van der Heijden und Mia Zschocke einen schwachen Tag erwischten.

BVB-Trainer André Fuhr hat mit seinem Team in der Kabine darüber gesprochen, wer die maximale Leistung herausholen konnte. Das Fazit fiel ernüchternd aus. „Ich glaube, das waren wenige“, sagte Fuhr. Grijseels gehörte dazu, die ihren im Sommer auslaufenden Vertrag noch nicht verlängert hat. Jetzt sind Zschocke und van der Heijden gefordert.

Die beiden hatten große Probleme, genügend Durchschlagskraft und Lösungen gegen den groß gewachsenen Innenblock der Bietigheimerinnen zu finden. Einen enormen Anteil daran hatte die ehemalige BVB-Spielerin Kelly Dulfer, die im Sommer nach Bietigheim wechselte. „Ich war sehr motiviert gegen Dortmund“, erklärte sie nach dem Spiel. „Ich denke, das ist immer so, wenn du gegen deinen alten Verein spielst. Jetzt war es noch ein bisschen mehr.“

Auch deshalb, weil sie sich zwar mit der Deutschen Meisterschaft aus Dortmund verabschiedete, aber es immer wieder kleinere Nebenschauplätze gab, da sie nicht mit Fuhr klarkam. Das spielte am Sonntag keine Rolle. „Wir haben in der zweiten Halbzeit den Unterschied gemacht“, sagte Dulfer. Dadurch ist Bietigheim nun der Favorit auf die Deutsche Meisterschaft und nicht mehr der BVB.

Dulfer gefällt das: „Das nehmen wir auch an. Wir machen einfach so weiter und das Ziel ist es, kein einziges Spiel zu verlieren.“ So, wie sie es letztes Jahr mit dem BVB geschafft hat.

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