Der BVB feiert zum Bundesliga-Start einen Kantersieg in Oldenburg - ein Neuzugang überragt

BVB-Handball-Frauen

Die BVB-Handballerinnen feiern einen gelungen Start in die neue Bundesliga-Saison. Beim VfL Oldenburg gewinnt das Team deutlich mit 39:26. Besonders ein Neuzugang überragt beim Auftaktsieg.

Dortmund

, 08.09.2019, 20:24 Uhr / Lesedauer: 2 min
Der BVB feiert zum Bundesliga-Start einen Kantersieg in Oldenburg - ein Neuzugang überragt

Bogna Sobiech gab ihr Pflichtspieldebüt für den BVB. © Stummbillig

Bogna Sobiech nahm sich erstmal eine kurze Pause, überlegte einen Moment, wie ihre Bewertung dieser ersten 60 Minuten der Bundesliga-Saison 2019/20 denn nun ausfallen sollte. „Für das erste Spiel“, sagte die 29-jährige Linksaußen schließlich, „darf man wohl ein Plus aufschreiben“.

Sobiech, das nur zur Einordnung, bezog sich auf die Leistung der gesamten Mannschaft. Dabei hätte der Polin wohl auch kaum jemand widersprochen, hätte sie sich dieses Plus, vielleicht sogar verziert mit einem Sternchen, selbst ins Hausaufgabenheftchen geschrieben.

Zwölf Treffer steuerte Sobiech, vor dieser Saison von der HSG Bensheim/Auerbach nach Dortmund gewechselt, zum deutlichen 39:26 (23:14)-Erfolg des BVB im Auftaktspiel beim VfL Oldenburg bei. Zehn davon alleine in Halbzeit eins.

Sobiech lobt die Mannschaftsleistung

„Natürlich ist es schön, wenn man so viele Tore wirft“, sagte Sobiech denn auch. „Aber gerade als Außenspielerin lebt man von den Pässen der Mitspielerinnen. Die habe ich heute bekommen, daher war der Sieg heute ein Verdienst der ganzen Mannschaft.“

Am Ende fehlte lediglich ein einziger Treffer, und die komplett neuformierte Mannschaft des BVB hätte sogar die 40-Tore-Marke geknackt. Daran stören wollte sich am Ende niemand. „Wir freuen uns über die ersten Punkte“, sagte Trainer André Fuhr nach der Partie. „Und ich denke, der Sieg war auch in dieser Höhe verdient.“

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13 Treffer ließen die Borussia am Ende nach temporeichen 60 Minuten zwischen sich und der Mannschaft von Nils Bötel, der gleich auf fünf seiner Stammkräfte verzichten musste. Bereits zur Halbzeit führten die Gäste in der Oldenburger EWE-Arena mit 23:14. „Gerade im ersten Durchgang haben wir gut gespielt“, betonte Fuhr, der bei seinem Team nach dem Wechsel allerdings auch „zu wenig Konsequenz in der Abwehr und im Angriff“ ausgemacht hatte.

Alle Neuzugänge starten gegen Oldenburg

Der neue Trainer schickte mit Beginn der Partie gleich alle sieben Neuzugänge auf die Platte, die vier Niederländerinnen Merel Freriks, Kelly Dulfer, Kelly Vollebregt und Inger Smits bildeten gemeinsam mit Aleksandra Zych, Torhüterin Isabell Roch und Toptorschützin Bogna Sobiech die erste Sieben.

Das erste Dortmunder Tor der neuen Saison war allerdings nicht Sobiech vorbehalten, sondern Aleksandra Zych. Nach einer Minute und 52 Sekunden ließ der Neuzugang vom französischen Klub Metz Handbal den schwarzgelben Anhang ein erstes Mal jubeln. Dann aber folgte die Bogna-Sobiech-Gala. Die 29-Jährige erzielte drei schnelle Treffer, nach neun Minuten hieß es aus Borussen-Sicht dennoch nur 6:6.

„Wir haben ganz gut gekämpft“, sagte VfL-Kapitänin Julia Renner. „Aber wir haben uns ein paar Fehler zu viel erlaubt.“ Und die nutzte der BVB, der das von André Fuhr eingeforderte temporeiche Offensivspiel immer besser adaptiert, gnadenlos aus.

BVB schließt Tempogegenstöße konsequent ab

Nach 17 Minuten führte der BVB bereits mit 12:9. Bis zur 26. Spielminute erarbeitete sich das Fuhr-Team einen Acht-Tore-Vorsprung (20:12). „Wir haben immer wieder sehr schnell nach vorne gespielt und unsere Tempogegenstöße gut abgeschlossen“, sagte Sobiech, die ihrerseits Tor um Tor nachlegte.

Wohl auch im Gefühl der sicheren 23:14-Halbzeit-Führung schalteten die Schwarzgelben offenbar einen Gang zurück. Das habe ihm „nicht so gefallen“, monierte Fuhr später. Gefährlich wurde es aus Sicht der Dortmunderinnen aber nicht mehr. Im Gegenteil: Der BVB baute seinen Vorsprung aus – und verdiente sich ein Plus, vielleicht sogar mit Sternchen.

BVB: Roch, Duijndam (1), ten Holte - Sobiech (12/2), Vollebregt (6), Dulfer, Smits (1), Grijseels (2), Freriks (7), Zych (5), Fujita (2), Weisheitel (1), Stockschläder (1), Bleckmann (1)
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