"Ein Jahr reicht"

DORTMUND Manuela Fiedel hat als zigfache Nationalspielerin und im spanischen Ausland bei San Sebastian so ziemlich alles erlebt, was man im Handball erleben kann. Die 2. Liga aber ist auch für die 34-jährige Kapitänin des BVB Neuland. Die einjährige Dosis davon reiche ihr, wie sie im Gespräch nach dem 29:20 im Spitzenspiel über den SV Garßen-Celle verriet.

von Von Dirk Krampe

, 14.01.2008, 19:55 Uhr / Lesedauer: 1 min
"Ein Jahr reicht"

Manuela Fiedel BVB-Frauen 31.08.07 Foto: Peter Ludewig

Manuela, wie wichtig ist dieser Sieg für die Ziele des BVB? Manuela Fiedel: Ich bin da vorsichtig. Wir haben den nächsten Schritt gemacht, jetzt drei Punkte Vorsprung auf Celle. Das ist gut, aber wir sind noch lange nicht am Ziel.

Wie weit ist der BVB denn auf dem Weg dahin? Fiedel: Wir sind auf einem guten Weg. Aber es gibt sicher Schwächen, die es noch abzustellen gilt. Mir würde zum Beispiel gefallen, wenn wir mal eine Partie 60 Minuten konstant auf hohem Niveau spielen würden. Das haben wir bislang noch nicht geschafft. Da gab es immer noch Schwächeperioden mittendrin.

Wobei positiv auffällt, dass die Mannschaft genügend Klasse hat, um sich selbst aus dem Tief zu holen und zuzulegen . . . Fiedel: Das ist so. Und irgendwie merkwürdig. Im vergangenen Jahr war es genau andersherum. Da haben wir oft nicht schlecht gespielt, am Ende aber die Spiele aus der Hand gegeben.

Von der 2. Liga ist zu lesen, sie sei eine „Rugby-Liga“. Erklären Sie doch mal, warum. Fiedel: (lacht) So genau kann ich das gar nicht. In der 1. Liga wird auch hart gespielt, aber irgendwie ehrlicher. Hört sich komisch an, ist aber so. Hier gibt es viele versteckte Fouls, viele kleine Nickeligkeiten.

Eine Erfahrung, die Sie nicht über einen längeren Zeitraum machen müssen? Fiedel: Nein, das eine Jahr reicht vollkommen.