Ein Zeichen von Qualität: BVB schickt sieben Spielerinnen zur Weltmeisterschaft nach Japan

BVB-Handball-Frauen

Borussia Dortmund ist nicht nur in der Handball-Bundesliga auf Erfolgskurs. Bei der am 30. November beginnenden Weltmeisterschaft in Japan ist der Klub gleich mit sieben Spielerinnen vertreten.

Dortmund

, 14.11.2019, 11:12 Uhr / Lesedauer: 2 min
Ein Zeichen von Qualität: BVB schickt sieben Spielerinnen zur Weltmeisterschaft nach Japan

BVB-Trainer André Fuhr muss während der WM mit einem kleinen Kader arbeiten. © Peter Ludewig

Der BVB ist gefragt. In der Bundesliga hat er sich die Tabellenführung zurückerobert. Die Klasse der Dortmunderinnen spiegelt sich aber auch bei der am 30. November beginnenden WM in Japan wider. Gleich sieben Borussinnen kommen zum Einsatz. Zwei im Team des DHB, sechs in der Nationalmannschaft der Niederlande, eine für Japan.

„Wir freuen uns für die Spielerinnen, dass sie von ihren jeweiligen Nationaltrainern für dieses Turnier nominiert worden sind und hoffen, dass alles mit einem guten Gefühl und gesund aus Japan zurückkehren werden“, sagte Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand des BVB. „Und es zeigt ein Stück weit die Qualität, die wir in unserem Kader haben.“

Kommenden Wochen stehen im Zeichen der WM

Auch wenn die kommenden Wochen klar im Zeichen der Frauenhandball-Weltmeisterschaft in Japan stehen, ruhig wird es für die Handballerinnen des BVB allemal nicht. Nach dem 32:20-Kantersieg gegen Göppingen und der damit zurückeroberten Tabellenführung in der 1. Bundesliga steht am Samstag die Auswärtspartie in Buxtehude auf dem Plan.

Danach reisen gleich acht Spielerinnen zu ihren jeweiligen Nationalmannschaften, ehe es am 27. Dezember mit dem Liga-Spiel beim derzeitigen Tabellenletzten Bad Wildungen weitergeht. Höhepunkt des Jahres ist dann zwei Tage später das Heimspiel gegen den amtierenden Deutschen Meister SG BBM Bietigheim.

BVB empfängt im Pokal-Viertelfinale Bietigheim

Was den Handball-Fan erfreut, macht BVB-Coach André Fuhr weniger Spaß. Denn nur 14 Tage nach dem Liga-Spiel gegen Bietigheim kommt es zum zweiten Aufeinandertreffen mit der Meistermannschaft. Im Viertelfinale des DHB-Pokal treffen beide Teams erneute in der Halle Wellinghofen aufeinander. Offizieller Spieltermin ist bislang der 11./12. Januar, da Bietigheim aber international unterwegs ist, steht der 8. Januar im Raum. Bestätigt ist dieser Termin aber noch nicht.

„Sicherlich hätten wir uns einen anderen Gegner erhofft, Bietigheim ist absolut nicht unser Wunschlos. Zumindest haben wir aber Heimrecht“, kommentierte André Fuhr die Auslosung. Auf dem Weg zum Final Four in Stuttgart (21./21. Mai) muss der BVB also im Viertelfinale den dicksten Brocken der Liga aus dem Weg räumen, um ins angestrebte Halbfinale zu kommen. Doch zunächst konzentriert sich Fuhr auf das Auswärtsspiel in Buxtehude am Samstag (16 Uhr).

Stockschläder fällt vorerst aus

„Nach der Niederlage gegen Neckarsulm will Buxtehude sicherlich Wiedergutmachung. Das macht die Sache nicht einfacher“, so der Coach, der auf Johanna Stockschläder verzichten muss. Sie zog sich einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu, dürfte nach Aussage von Fuhr aber am Jahresende in den Liga-Spielen gegen Bad Wildungen und Bietigheim wieder zur Verfügung stehen.

In den kommenden Wochen während der WM muss Fuhr reichlich improvisieren. Alina Grijseels und Torfrau Isabell Roch werden mit der DHB-Auswahl nach Japan fliegen. Für die Nationalmannschaft der Niederlande sind Torfrau Rinka Duijndam, Kelly Dulfer, Inger Smits und Merel Freriks zum Einsatz kommen. Im japanischen Kader steht Asuka Fujita.

Zych und Sobiech bei Lehrgang mit Polen

Ebenfalls nicht vor Ort werden Aleksandra Zych und Bogna Sobiech sein. Sie fahren zur polnischen Nationalmannschaft, die sich allerdings nicht für die WM qualifiziert hat. Einige Testspiele und ein Lehrgang stehen in Polen auf dem Plan.

Ohne neun Spielerinnen wird Fuhr vermehrt individuelles Training verordnen, vermehrt auch im konditionellen Bereich. Um ein vernünftiges Training auf die Beine zu stellen, werden Spielerinnen der 2. Mannschaft hinzukommen. Zudem ist ein Testspiel beim Liga-Konkurrenten HSG Blomberg-Lippe geplant.

Beginn der Trainingsphase ohne die WM-Teilnehmerinnen ist der 28. November. Am 22. Dezember ist Schluss, es folgen drei Tage Trainingspause, ehe am 2. Weihnachtstag die Vorbereitung für das einen Tag später stattfindende Liga-Spiel in Bad Hersfeld beginnt.