Metzingen ist für die BVB-Handball-Frauen wichtiger als Moskau

BVB-Handball-Frauen

Die Handball-Damen von Borussia Dortmund stehen in dieser Woche vor zwei wichtigen Spielen. Trainer André Fuhr hängt die Bundesliga aber höher als die Champions League.

Dortmund

, 06.10.2020, 20:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Jennifer Gutierrez Bermejo steht mit dem BVB vor zwei intensiven Spielen.

Jennifer Gutierrez Bermejo steht mit dem BVB vor zwei intensiven Spielen. © Stephan Schuetze

Zuerst die Pflicht, dann die Kür. Am Mittwoch geht es in der Bundesliga gegen den TuS Metzingen, dann am Sonntag in der Champions League gegen CSKA Moskau. Das Programm der BVB-Handballerinnen hat es mal wieder in sich. Anwurf am Mittwochabend ist um 19.30 Uhr in der Halle Wellinghofen. Zugelassen sind 300 Fans.

Die Priorität von Trainer André Fuhr liegt trotz des klangvollen Namens des russischen Teams eindeutig auf dem Meisterschaftsspiel gegen Metzingen: „Das ist ein Spitzenspiel, das wir gewinnen wollen und müssen. Metzingen ist wichtiger als Moskau. In der Bundesliga dürfen wir nicht patzen. Erst danach reden wir über den Sonntag und Moskau.“

Andreas Bartels: „Bundesliga ist unser Tagesgeschäft“

Andreas Bartels, der stellvertretende Abteilungsleiter der Handballerinnen, unterstreicht die Auffassung: „Die Bundesliga ist unser Tagesgeschäft, in der wir das bestmögliche Ergebnis holen wollen.“ Die Champions League sei so etwas wie ein Feiertag, an dem man natürlich auch nicht die Punkte verschenken wolle. „Hier wollen wir nach dem Sieg gegen Koprivnica den Aufwind nutzen und nachlegen.“

Der Blick auf die Bundesliga-Tabelle täuscht zumindest auf den ersten Blick. Auf der einen Seite der BVB, der neben Spitzenreiter Bensheim/Auerbach die zweite noch verlustpunktfreie Mannschaft der Liga ist und mit 6:0-Zählern auf Rang vier rangiert. Auf der anderen Seite Metzingen, die sich auf Rang zehn mit 2:2-Punkten aktuell nach unten orientieren müssen. Allerdings haben die Baden-Württembergerinnen auch erst zwei Spiele gespielt. Dazu zwei Auswärtsspiele, da die eigene Halle renoviert wird.

Der vom TuS Metzingen angefragte Tausch des Heimrechts kam für Andreas Bartels gerade recht: „In dieser stressigen Zeit haben wir uns damit eine lange Reise nach Süddeutschland gespart und können etwas Kraft tanken.“ Die Busfahrt ins rund 470 Kilometer entfernte Metzingen hätte Substanz gekostet vor dem herausfordernden Champions-League-Spiel am Sonntag gegen CSKA Moskau (16 Uhr, Helmut Körnig-Halle).

TuS Metzingen mit mäßigem Saisonstart

Den eher mäßigen Saisonstart des TuS Metzingen (25:26-Niederlage in Oldenburg, 28:26-Sieg in Buxtehude) will Borussen-Trainer André Fuhr nicht überbewerten und warnte in den beiden Trainingseinheiten in dieser Woche vor der Gefährlichkeit der Gäste.

„Metzingen hat eine junge und sehr schnelle Mannschaft. Dazu mit der Dänin Silje Brøns Petersen eine der besten Spielmacherinnen der Liga. Die Spielweise ist schwer auszurechnen“, impfte Fuhr seinen Spielerinnen ein. Der BVB-Coach selbst war vor seinem Wechsel zur Borussia Chefcoach der Baden-Württembergerinnen. Er kennt den Klub also gut und erinnert nochmals an das Vorjahr: „In Metzingen haben wir beim 24:28 die einzige Niederlage der Saison kassiert.“

Personell gibt es einen kleinen Lichtblick für Trainer André Fuhr. Alle Nationalspielerinnen haben sich gesund zurückgemeldet, Torfrau Rinka Duijndam hat zudem ihre langwierige Oberschenkelverletzung (Sehnenansatzentzündung) überwunden. „Unser Kader ist eng besetzt, da freue ich mich über jede Alternative“, so Fuhr.

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