Borussia Dortmund

Problem in der Champions League: Borussia Dortmund hat für ein Spiel keine Halle

Im Blick hat Borussia Dortmund das Pokalspiel gegen Blomberg. Probleme gibt es aber für ein Duell in der Champions League. Der BVB hat keinen Spielort.
Ob die Handballerinnen des BVB mit Trainer André Fuhr (v.l.) in der Champions League gegen HC Rostov-Don in der Helmut-Körnig-Halle antreten können, steht noch nicht fest. © Stephan Schütze

Drei Spiele haben die Handballerinnen von Borussia Dortmund noch vor sich. Am heutigen Mittwoch das DHB-Pokalspiel gegen die HSG Blomberg/Lippe, im Anschluss noch die beiden Duelle in der Champions League gegen das Team Esbjerg aus Dänemark. Dann ist Pause wegen der WM in Spanien.

Während BVB-Trainer André Fuhr den Blick auf das Pokalspiel gerichtet hat („Das ist eine richtig gute Mannschaft, die gibt niemals auf. Die haben das Final4 als Ziel vorgegeben. Ich habe großen Respekt vor dem Team.“), geht der Blick bei BVB-Abteilungsleiter Andreas Heiermann ein Stückchen weiter.

BVB: Die Halle ist belegt

Mitte Januar würden die BVB-Handballerinnen im Rückspiel der Champions League auf HC Rostov-Don treffen. Genauer gesagt am 15. Januar, so steht es auf der Seite der Europäischen Handballföderation (EHF). Da das Hinspiel in Russland stattfand, müsste das Duell nun in Deutschland ausgetragen werden.

So wäre es im einfachsten Fall. Dieser gilt aber nicht für den BVB, denn die Helmut-Körnig-Halle, wo der BVB seine Partien in der Königsklasse austrägt, ist belegt. Die Dortmunder Hallenfußball-Stadtmeisterschaft findet an diesem Wochenende dort statt. Eigentlich geplant für den 13. und 14. Januar, nun verschoben auf den 15. Januar, da das Heimspiel von Borussia Dortmund gegen den SC Freiburg auf Freitagabend, den 13. Januar gelegt worden ist.

„Wir stehen nun da und wissen nicht, wo wir hinsollen“, sagt Heiermann. Er hat bereits Kontakt zur Stadt Dortmund aufgenommen, genauer gesagt zu Oberbürgermeister Thomas Westphal, um eine Lösung zu finden. Die naheliegendste Möglichkeit, die Westfalenhalle, sei für den BVB nicht stemmbar, so Heiermann: „Die Westfalenhalle ist frei, aber das ist nicht wirtschaftlich.“ Dort müssten im Optimalfall 11.000 Zuschauerplätze gefüllt werden. Bei der Zuschauerresonanz der Handballerinnen utopisch. Auch die Hallen in Hamm, Hagen und Essen wären belegt und keine Option.

Zudem würden die Verantwortlichen des BVB das Spiel gegen die Partnerstadt Dortmunds gerne in der eigenen Stadt austragen. „Wir sind in Russland empfangen worden mit einer Tanztruppe und Kuchen“, erzählt Heiermann. „Wir sind da ganz herzlich empfangen worden.“ In Dortmund würde man sich gerne revanchieren. „Ohne die Stadt kriegen wir das nicht gerockt. Das kann ja auch nicht im Sinne der Stadt Dortmund sein“, sagt Heiermann.

BVB: Es gibt einen Alternativtermin

Einen Alternativtermin gäbe es für Borussia Dortmund: den 5. Januar. Ein Reserve-Spieltag der EHF. „Die EHF hat uns mitgeteilt, dass der 5. Januar nur ein Not-Spieltag ist wegen Coronafällen“, sagt Heiermann und weist auf sein Problem hin: „Ich habe hier einen Notfall, wir haben keine Halle weit und breit.“

Die Sporthalle Wellinghofen kommt indes nicht in Frage, da diese nicht den EHF-Vorgaben entspricht. „Für mich ist das eine große Herausforderung, da müssen wir eine Lösung finden“, sagt Heiermann.

Für Trainer Fuhr ist das noch Zukunftsmusik. Sein Fokus liegt auf dem Auswärtsspiel in Lemgo gegen Blomberg. „Wir wollen alle zum Final4“, sagt Fuhr. „Bei uns allen hat es sich letztes Jahr extrem schlecht angefühlt, da nur vor dem Fernseher zuschauen zu können.“ Damals schied man im Achtelfinale gegen den Buxtehuder SV aus (25:26). Die einzige Pflichtspiel-Niederlage auf nationaler Ebene. In dieser Spielzeit soll das anders laufen.

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