Champions League

Spannung bis kurz vor Schluss: BVB gelingt die Überraschung in der Champions League nicht

Der BVB hielt das Spiel in der Champions League in Bukarest lange Zeit offen. Kurz vor Schluss wäre sogar die Überraschung möglich gewesen. Sie gelang aber nicht. Trotzdem sind die Playoffs in Reichweite.
Frida Ronning verlor mit dem BVB in Rumänien. © Ludewig

André Fuhr schwor sein Team noch mal ein. Sechs Minuten vor Schluss war in Bukarest alles offen für Borussia Dortmund. „Zwei Tore, das geht doch“, pushte BVB-Coach Fuhr seine Spielerinnen. CSM Bukarest führte mit 28:26 gegen den BVB. Die Überraschung so nah für die Schwarzgelben in Rumänien beim favorisierten Team aus Bukarest.

Am Ende spielten die Gastgeber aus Rumänien ihre Klasse aus und bestraften leichte BVB-Fehler. Bukarest gewann 33:29 (16:14). Ähnlich wie zu Beginn der Partie, die auf beiden Seiten von Unachtsamkeiten geprägt war. Aufseiten des BVB konnte Spielmacherin Fatos Kücükyildiz nicht an die starke Leistung des vergangenen Wochenendes gegen Rostov-Don anknüpfen, Mia Zschocke verwarf zwei Mal frei stehend vor dem Tor. Während Bukarest Tempo-Gegenstöße teils schwach ausspielte und auf eine starke Yara ten Holte traf, die erneut mehr als 30 Prozent aller Bälle hielt, zog das rumänische Team davon. Bukarest führte mit 11:5 (20.)

Wichtigster Faktor im rumänischen Spiel: die vierfache Welthandballerin Christina Neagu. Sie war am Ende mit elf Toren beste Werferin und ließ ten Holte vor allem aus dem Rückraum keine Chance.

„Wir kommen gar nicht zum Tor, wir spielen hektisch von links nach rechts, da ist keine Idee“, kritisierte André Fuhr sehr deutlich im zweiten Timeout des Spiels nach 18 Minuten. Fast zehn Minuten war der BVB da ohne eigenen Treffer. Zu wenig, um mit einem europäischen Spitzenteam mitzuhalten.

BVB: Kapitänin Alina Grijseels fehlt

Obwohl es offensiv keine gute Partie der Schwarzgelben war, bleib die Sieben im Spiel, kämpfte sich zurück. Mit einem tollen Wurf war es Frida Ronning, die zur Halbzeit auf 14:16 verkürzte. Borussia Dortmund im Spiel.

Der zweite Durchgang war besser, war konstanter, doch es blieben kleinere Fehler. Das verletzungsbedingte Fehlen von Kapitänin Alina Grijseels machte sich bemerkbar, doch offensiv zeigte sich Dortmund verbessert. Bukarest fand nur regelmäßig die passenden Antworten.

Nach 51 Minuten war der BVB plötzlich auf einen Treffer ran. Rechtsaußen Amelie Berger war erfolgreich. 25:26 aus BVB-Sicht. Fuhr schwor sein Team ein, doch es gab nicht die erhoffte Belohnung und die Borussinnen reisen ohne Punkte aus Rumänien zurück nach Dortmund. Bukarest zeigte seine Erfahrung und Stärke, um den Sieg festzuhalten.

Es bleibt trotzdem festzuhalten: Borussia Dortmund kann mit der europäischen Spitzenklasse das Tempo mitgehen. Und auch nach Spieltag Nummer zehn ist der Playoff-Platz und damit auch das Weiterkommen so gut wie sicher für die BVB-Handballerinnen. Sieben Punkte beträgt der Vorsprung auf die beiden Verfolger von Buducnost und Podravka Vegeta.

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