Tagestrip zum Champions-League-Spiel nach Kroatien für die BVB-Frauen

BVB-Handball-Frauen

Einmal hin und zurück, bitte: Die BVB-Frauen spielen am dritten Spieltag der Champions League in Kroatien gegen Podravka Vegeta. Die Borussia will nur so kurz wie möglich vor Ort sein.

Dortmund

, 25.09.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die BVB-Handball-Frauen stehen vor ihrem dritten Champions-League-Spiel.

Die BVB-Handball-Frauen stehen vor ihrem dritten Champions-League-Spiel. © Stephan Schuetze

Kürzer könnte man Spieltag Nummer drei in der Königsklasse nicht gestalten. Die BVB-Handball-Frauen treffen nach dem Bundesligasieg gegen Buxtehude am heutigen Samstag in der Champions League auf den kroatischen Klub HC Podravka Vegeta – aus dem Spiel in der nordkroatischen Stadt Koprivnica macht die Borussia einen Tagestrip.

Der Grund – die Ansteckungsgefahr mit dem Coronavirus für die Mannschaft soll so gering wie möglich gehalten werden. Das Auswärtige Amt hat die Umgebung rund um Koprivnica im Gegensatz zu anderen kroatischen Gebieten aktuell zwar nicht zu einem Risikogebiet erklärt – trotzdem lassen die Borussen äußerste Vorsicht walten. „Wir versuchen, uns in einer Blase aufzuhalten“, erklärt Andreas Bartels, stellvertretender Abteilungsvorstand.

BVB-Frauen verzichten auf zusätzliche Übernachtung

Das Ganze sieht dann so aus: Am Samstagmorgen fliegt der BVB-Tross mit Spielerinnen, Trainern, Betreuer und Physiotherapeut um 7.15 Uhr per Chartermaschine vom Dortmunder Flughafen in Richtung Kroatien. Auch der Vorstand wird mit vor Ort sein. Am Flughafen in Zagreb wird das Team dann von einem Bus in ein Tageshotel mit abgeschirmten Räumlichkeiten in der Nähe der Halle gebracht. Um 16 Uhr sollen dann die ersten zwei Punkte in der Champions League her.

André Fuhr will von seinen Spielerinnen einen bessere Defensivleistung als gegen Brest sehen.

André Fuhr will von seinen Spielerinnen einen bessere Defensivleistung als gegen Brest sehen. © Stephan Schuetze

Nach dem Abpfiff geht es mit dem Bus direkt wieder zum Flughafen nach Zagreb. „Wir werden am späten Abend dann wieder zurück in Deutschland sein“, erklärt Bartels. Optimal sei die kurzfristige Anreise zwar nicht, aber jetzt während der Corona-Pandemie sei das die beste Möglichkeit, um so kurz wie möglich vor Ort zu sein, erklärt BVB-Trainer André Fuhr. „Dass wir keine zusätzliche Übernachtung in Kroatien haben, ist auf Wohlwollen innerhalb der Mannschaft gestoßen“, sagt Bartels. Idealerweise sind am Ende dann die ersten zwei Königsklassen-Punkte mit an Bord.

Ist ein Sieg gegen Podravka Vegeta denn wahrscheinlicher als gegen die ersten beiden Gegner der Borussia? „Wahrscheinlicher als gegen Brest“, erklärt André Fuhr, „aber es gibt in der Champions League nunmal keine leichten Gegner“. Die Kroaten hätten bei ihrer 28:43-Niederlage gegen den amtierenden CL-Sieger Györi aus Ungarn über weite Strecken ordentlich mitgehalten – vor allem das Kreisläuferspiel sei stark, warnt Fuhr. Podravkas Rückraum mit der griechischen Halblinksspielerin Lamprini Tsakalou und der angolischen Halbrechten Danila Jose Carlos sei außerdem sehr torgefährlich.

André Fuhr: „Wir müssen auf jeden Fall besser verteidigen“

„Wir müssen auf jeden Fall besser verteidigen als gegen Brest“, sagt Fuhr mit Blick auf die 41 Gegentore vom vergangenen Sonntag. Gegen Buxtehude sah die Defensivarbeit am Mittwoch schon viel besser aus – das Niveau des Gegners war aber natürlich ein ganz anderes. „Die deutsche Liga und die Champions League sind natürlich nicht zu vergleichen“, sagt auch Andreas Bartels, André Fuhr stimmt ihm zu: „Das ist jetzt eine ganz andere Herausforderung.“

Trotzdem sei der Bundesliga-Sieg gut für das Selbstvertrauen gewesen. Gut dafür wäre sicherlich auch ein Sieg auf internationalem Niveau. „Das wäre sicher hilfreich und ein Lohn für die harte Arbeit“, sagt Bartels. Klappt es am Samstag mit den zwei Punkten, würden die Borussinnen also mehr als nur einen Sieg mit nach Deutschland bringen – unter dem Strich wäre es ein gelungener Tagestrip nach Kroatien.

OP gut verlaufen: Torhüterin Rinka Duijndam (Oberschenkel) und Delaila Amega werden am Samstag nicht im Kader stehen. Die Rückraumspielerin, die sich im Spiel gegen Brest das Kreuzband im rechten Knie gerissen hatte, wurde am Donnerstag in Straubing operiert. Die OP sei gut verlaufen, erklärte Andreas Bartels am Freitag. Es sei keine zusätzliche Kapsel- oder Meniskusverletzung gefunden worden.
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Die BVB-Handballerinnen haben sich für den schwachen Auftritt gegen Brest Bretagne in der Champions League am Mittwoch Abend in der Bundesliga eindrucksvoll rehabilitiert. Von Peter Kehl

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