Marco Rose (r.) hofft im BVB-Heimspiel gegen Union Berlin auf weitere Haaland-Tore. © dpa
Borussia Dortmund

09 Fakten: Rose hält seine Versprechen – BVB-Defensive kratzt am Negativrekord

Marco Rose hält seine Versprechen - der BVB zeigt aktiven und intensiven Fußball. Allerdings bereitet die Defensive große Sorgen, hier kratzt Dortmund an einem Negativrekord. Die 09 Fakten.

01.) Zuletzt fast nur Siege: Saisonübergreifend hat Dortmund zehn der vergangenen elf Bundesliga-Spiele gewonnen – Ausnahme war das 1:2 beim SC Freiburg am zweiten Spieltag. Im dritten Bundesliga-Jahr in Serie hat der BVB neun Punkte nach vier Spieltagen auf dem Konto. Nun bietet sich die Chance, sich oben festzusetzen: An den kommenden sechs Spielten ist Dortmund immer in Nordrhein-Westfalen am Ball – viermal im eigenen Stadion, außerdem in Mönchengladbach und Bielefeld.

02.) Unbezwingbare Unioner: Union Berlin ist in seinem dritten Bundesliga-Jahr erstmals nach vier Spieltagen noch ungeschlagen und hat mit sechs Punkten einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Saisonübergreifend sind die Köpenicker sogar seit sechs Bundesliga-Spielen ungeschlagen, nur der FC Bayern München ist aktuell noch länger ohne Niederlage.

03.) Wunsch und Wirklichkeit: Marco Rose sagte vor dem ersten Saisonspiel: „Wir wollen aktiv sein, wir wollen intensiv sein und wir wollen einfach schönen Fußball zeigen.“ Bisher gelang das ganz gut. Der BVB war aktiv (60 Prozent Ballbesitz – Ligaspitze), intensiv (54 Prozent gewonnene Zweikämpfe – Ligaspitze) und attraktiv (im Schnitt 5,5 Tore in den Spielen mit BVB-Beteiligung – Ligaspitze).

04.) Haaland schreibt jede Woche Geschichte: Dortmund erzielte 13 Tore, das ist nach 2015/16 (15) die zweitbeste Ausbeute der Klubgeschichte in der Bundesliga. Natürlich stand Erling Haaland dabei im Mittelpunkt. Der Norweger ist der ligaweite Topscorer, er war an acht Treffern direkt beteiligt (fünf Tore, drei Vorlagen). In 47 Bundesliga-Spielen stehen nun beeindruckende 45 Tore zu Buche. Er ist der jüngste Spieler mit einer solchen Torausbeute (Klaus Fischer abgelöst) und der schnellste, der diese Marke erreicht hat (Uwe Seeler abgelöst).

05.) Union defensiv besser als der BVB: So zuverlässig die Offensive liefert, so ausbaufähig ist die Defensivbilanz des BVB. In allen vier Spielen kassierte die Rose-Elf mindestens zwei Gegentore, insgesamt sind es bereits neun Gegentreffer. Nur einmal waren es zu diesem Zeitpunkt noch mehr, in der ersten Bundesliga-Saison 1963/64 (zehn). Union stand bisher deutlich sattelfester, kassierte erst vier Gegentore – schon in der vergangenen Bundesliga-Saison waren die Köpenicker in der Defensive besser sortiert (43 Gegentore) als der BVB (46).

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06.) Die Qual der Wahl: An den ersten drei Spieltagen herrschte in der Innenverteidigung des BVB Personalnot – Axel Witsel musste in der Abwehrzentrale aushelfen. Das ist nun anders: Mats Hummels ist wieder fit, Marin Pongracic wurde verpflichtet und Manuel Akanji stand ohnehin schon zur Verfügung. Hummels ist als Abwehrchef eigentlich gesetzt, Akanji überzeugte durch Zweikampfstärke (69 Prozent gewonnene Duelle) und Passsicherheit (94 Prozent), Pongracic empfahl sich bei seinem Debüt in Leverkusen, indem er alle seine 14 Zweikämpfe gewann.

07.) Viele Torschützen: Der BVB ist in der Offensive nicht nur Erling Haaland. Für Borussia Dortmund haben sich bereits sieben Spieler in die Torschützenliste eingetragen – das ist Ligaspitze.

08.) Langer Atem vs. frühe Tore: Keine Mannschaft erzielte in dieser Bundesliga-Saison mehr Tore in den zweiten 45 Minuten als Dortmund, die Borussia markierte neun ihrer 13 Saisontreffer nach dem Seitenwechsel (unter anderem neun der vergangenen zehn). Ganz anders Union: Die Fischer-Elf markierte vier der fünf Tore im ersten Durchgang, das bisher „späteste“ Tor erzielten die Köpenicker in der 47. Minute.

09.) Geschichtsträchtige Ereignisse: Das Duell beider Teams ist noch jung, dennoch wurde schon Geschichte geschrieben: Union feierte gegen den BVB seinen historisch ersten Bundesliga-Sieg (3:1 im August 2019) und kassierte gegen Dortmund auch seine höchste Bundesliga-Niederlage (0:5 im Februar 2020). Und: Im Dezember 2020 wurde Youssoufa Moukoko bei der 1:2-Niederlage des BVB in Berlin zum historisch jüngsten Torschützen in der Bundesliga.

Über den Autor
BVB-Redaktion
Premium-Jahrgang 1981. Besetzte im Mittelfeld von Rot-Weiß Unna die Acht, bevor die Position überhaupt erfunden wurde. Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend ablösefreier Wechsel zu Lensing Media. Im BVB-Team polyvalent einsetzbar.
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