Ab Montag wird gepaukt

MARBELLA Mladen Petric hat seine Qualitäten als Fußballer in der Hinrunde eindrucksvoll nachgewiesen. Gestern beeindruckte der Kroate in anderer Funktion – als Dolmetscher für seinen neuen Kollegen Antonio Rukavina.

von Von Thomas Rellmann

, 15.01.2008, 17:01 Uhr / Lesedauer: 1 min
Ab Montag wird gepaukt

„Man merkt, Borussia ist ein großer Verein“, sagt Antonio Rukavina.

Der ist Serbe und verspricht: „Ab Montag werde ich intensiv Deutsch lernen.“ Bis dahin hilft ihm Petric als Übersetzer, genauso wie dessen Landsmann Robert Kovac oder der junge Bulgare Mihail Alexandrov.

Rukavina wirkt glücklich nach seinem ersten Wechsel ins Ausland: „Solche Möglichkeiten wie hier in Marbella habe ich nicht gekannt. Man merkt, Borussia ist ein großer Verein, auch wenn noch nicht alles rund läuft.“ Warme Worte. Denen will Rukavina Taten folgen lassen. Weil Philipp Degen, sein Rivale als Rechtsverteidiger, erst in Deutschland wieder ins Training einsteigt, ist der 23-jährige Neuzugang von Partizan Belgrad erstmal gesetzt in der Viererkette. Stichwort Degen. Dem Schweizer wurde oft übertriebener Offensivgeist vorgeworfen. Auch Rukavina sieht seine Stärke eher im Spiel nach vorn. „Aber ich habe im vergangenen Jahr auch viel fürs Defensivverhalten gelernt.“ Dem Konkurrenzkampf mit Degen sieht er gelassen entgegen: „Es ist wichtig, Alternativen zu haben.“

Beim 3:1-Testspielerfolg gegen den SC Paderborn trug er erstmals das schwarzgelbe Trikot. „Er ist ein sehr schneller Mann“, beobachtete Trainer Thomas Doll und lobte die Abstimmung mit Jakub Blaszczykowski und Florian Kringe. „Ich war schon etwas nervös, weil‘s eine Premiere war“, gesteht Rukavina, der von sich behauptet „konditionell stark“ zu sein. Deshalb mache ihm auch das anspruchsvolle Programm im Trainingslager relativ wenig aus.

Auf Wohnungssuche

Keine Frage, der siebenfache Nationalspieler, der in den nächsten Tagen auf Wohnungssuche geht und dessen Freundin Dragana demnächst nach Dortmund kommen soll, fühlt sich wohl. Auch weil er sich etwa mit Petric gut versteht.

Der Angreifer selbst hat derzeit ebenfalls beste Laune. Ein Grund dafür: die Vorfreude aufs Zusammenspiel mit Rückkehrer Alexander Frei. „Ich glaube, dass wir sehr gut zueinander passen“, erzählt der 27-Jährige. „Wir haben in der Schweizer U21 schon Mal zusammen gespielt und das hat gut geklappt.“

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