Abwehr-Notstand beim BVB: So ist der Stand bei Piszczek und Akanji

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Borussia Dortmund geht mit großen Personalproblemen in den Champions-League-Auftakt bei Lazio Rom. Gleich mehrere Innenverteidiger fallen aus. So ist der Stand bei Piszczek und Akanji.

Dortmund

, 18.10.2020, 14:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Borussia Dortmund gehen die Abwehrkräfte aus. Emre Can ist wegen seiner Roten Karte aus dem Spiel bei Paris Saint-Germain gesperrt, Dan-Axel Zagadou steckt nach seinem Außenbandriss im Knie noch in der Reha. Auch Manuel Akanji wird dem BVB zum Start in die Champions-League-Saison 2020/21 noch nicht wieder zur Verfügung stehen. Nach seiner Corona-Infektion und angeordneter Isolation sollen noch weitere Tests darüber Aufschluss geben, ob die Viren trotz des symptomfreien Verlaufs Schädigungen etwa an der Lunge verursacht haben, bevor er wieder in den Wettkampfmodus schalten darf.

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Hoffnung besteht bei Lukasz Piszczek, der am Samstag beim Spiel in Hoffenheim einen Finger seines Gegenspielers Stefan Posch ins Auge bekommen hatte. Piszczek wurde noch vor Ort im Krankenhaus untersucht, tauchte am Sonntag aber sichtlich lädiert schon wieder am Trainingszentrum des BVB auf und absolvierte den Covid-19-Check. Das Training ließ der 35-jährige Pole aber aus.

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Wie sehr ihn die Verletzung behindert, wie groß das Risiko eines Einsatzes am Dienstagabend in der Champions League in Rom (21 Uhr) ist, hängt vom Rat der Ärzte und wohl auch von der Selbsteinschätzung des Polen ab. Eventuell könnte eine Schutzbrille sein rechtes Auge abdecken. Ohne Piszczek, das ist klar, wird es personell sehr eng.

Thomas Delaney betreibt eindrucksvoll Eigenwerbung

„Wir haben ein leichtes Problem“, sagte Trainer Lucien Favre, „auf einer bestimmten Position.“ Rechts neben Abwehrchef Mats Hummels bieten sich grundsätzlich Emre Can (in Rom gesperrt) oder Piszczek an, auch Thomas Meunier könnte dort bei Bedarf aushelfen. Aber linke Verteidiger fehlen nach den Ausfällen von Zagadou und Akanj.

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Thomas Delaney hat in Hoffenheim eindrucksvoll dafür geworben, mehr Lösung als Notlösung auf dieser Position zu sein. Zumal er im Konkurrenzkampf für die nur zwei Mittelfeldpositionen eh im Hintertreffen liegt gegenüber Axel Witsel und Jude Bellingham. „Dort haben wir keine Sorgen“, bestätigte Favre.

Ohne Piszczek müsste Favre wohl das System umstellen

Sollte Piszczek in Rom einsatzfähig sein, lautet die Abwehrreihe Piszczek-Hummels-Delaney. Sollte der Pole ausfallen, muss der Coach in der Abwehr puzzeln oder auf Viererkette umstellen. Dass Delaney volles Vertrauen verdient, hat er überzeugend nachgewiesen.

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„Wir mussten Lukasz Piszczek früh ersetzen, aber Thomas Delaney hat das in der Innenverteidigung dann herausragend gemacht“, lobte Michael Zorc in aller Deutlichkeit nach dem 1:0 im Kraichgau. Mit 83 Prozent gewonnener Duelle gehörte Delaney als zweikampfstärkster Spieler auf dem Platz zu den tragenden Figuren des Auswärtssiegs. Zur rechten Zeit hat der Däne demonstriert, dass er als ausgebildeter Sechser dank seiner Physis, seiner Aggressivität und seiner guten Übersicht auch seinen Mann in der Abwehr stehen kann.

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