Als der BVB gegen Köln verlor: Mit dem Omnibus zum Heimspiel auf Schalke

Zeitspiel

Weil Würmer den Rasen im Westfalenstadion durchfräsen, muss Borussia Dortmund im Mai 1977 umziehen. Das Heimspiel gegen den 1. FC Köln wird auf Schalke ausgetragen. Unser Zeitspiel.

Dortmund

, 27.11.2020, 20:15 Uhr / Lesedauer: 1 min
Lothar Huber (r.) musste mit dem BVB 1977 im Parkstadion gegen Köln spielen. (Archiv)

Lothar Huber (r.) musste mit dem BVB 1977 im Parkstadion gegen Köln spielen. (Archiv) © imago

Beim BVB war im Mai 1977 der Wurm drin, besser gesagt: viele Würmer. Die frästen sich nämlich durch den Rasen im Dortmunder Westfalenstadion. Nach einigen Beschwerden musste deshalb das letzte Heimspiel der Saison verlegt werden. Die Partie gegen den 1. FC Köln fand nicht in der heimischen Arena statt, sondern auf Schalke – im Parkstadion.

1977 erlebt der BVB ein Heimspiel gegen Köln auf Schalke

Wer seinerzeit auf diese obskure Idee kam und warum die Entscheidung letztlich fiel? Das scheint bis heute ungeklärt zu sein. Jedenfalls trafen sich Dortmunder und Kölner am 13. Mai 1977 in Gelsenkirchen – und spielten um Bundesliga-Punkte. Ein BVB-Heimspiel auf Schalke – dem einen oder anderen Borussen schaudert es bei diesem Gedanken wohl noch jetzt.

Und auch auf der Dortmunder Geschäftsstelle war die Stimmung damals nicht ganz so gut. Da rauchten die Köpfe ob des Umzugs. Über 4.000 Dauerkarteninhaber mussten auf die besten Plätze im Parkstadion umgebucht werden; zudem machten 900 BVB-Anhänger vom Klub-Angebot Gebrauch, sich auf Vereinskosten an den so ungeliebten Spielort bringen zu lassen.

Zeitspiel: BVB verliert gegen Köln auf Schalke

„20 Omnibusse“ charterte die Borussia dafür, so berichtete es damals der kicker. Insgesamt fanden sich 25.000 Zuschauer im Parkstadion ein – und sahen, wie der BVB mit 1:2 verlor. Manni Burgsmüller hatte die Borussia in Führung gebracht (18.), doch Heinz Simmet (58.) traf zum 1:1. Und Kölns Rechtsaußen Roger van Gool – wie passend – erzielte den Siegtreffer in Minute 89.

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Der Tag war für die Borussia also gründlich vermiest. Und Lothar Huber, für den BVB auf dem Rasen, sagte Jahre später: Wenn der Platz in Dortmund noch mal in einem so schlechten Zustand sein sollte wie in jenem Mai 1977, „wird man mit Sicherheit einen anderen Ausweichort nehmen – und nicht mehr nach Gelsenkirchen gehen.“ Davon ist auszugehen.

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