Andre Schürrle zu Eintracht Frankfurt? Das sagen unsere BVB-Experten

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In der Gerüchteküche brodelt es weiter. Aktuell im Fokus: BVB-Profi Andre Schürrle, der mit Eintracht Frankfurt in Verbindung gebracht wird. Wir bewerten, was an dem Gerücht dran ist.

Dortmund

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Wie lautet das Gerücht?

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Der derzeit bei Borussia Dortmund vom Training freigestellte Andre Schürrle soll das Interesse von Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt geweckt haben. Aus dem Umfeld der Eintracht hieß es sogar, der BVB-Profi sei am Dienstag auf dem Trainingsgelände in Frankfurt gesichtet worden und könnte schon den Medizincheck am Main absolviert haben.

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Was zeichnet den Spieler aus?

Andre Schürrle in Topform zählt zu den schnellsten Spielern der Fußball-Bundesliga. Er verfügt über einen starken rechten Fuß und ist in der Offensive flexibel einsetzbar, vorrangig als Linksaußen zwar, aber er kann auch als Mittelstürmer oder auf der rechten Seite agieren. Schürrle (28) kann internationale Erfahrung vorweisen und seine Quote ist mit 155 Torbeteiligungen in 402 Pflichtspielen bislang in seiner Karriere nicht schlecht. Der Vertrag des Weltmeisters von 2014 in Dortmund läuft noch bis zum Sommer 2021.

Was sagt unser BVB-Experte Sascha Klaverkamp?

Schürrle zu Frankfurt? Das würde passen. Für alle Seiten. Nach einer insgesamt enttäuschenden Zeit im BVB-Trikot und einer durchwachsenen Leihe zum FC Fulham will Schürrle seine Karriere noch einmal neu anschieben, schließlich kann er noch ein paar Jahre auf hohem Niveau mitmischen. Er hat sich zudem jetzt im Sommer mit Hilfe eines Personaltrainers fit gemacht für eine neue Herausforderung und damit das Signal gegeben: Ich will es noch einmal wissen.

Frankfurt zählt zu den Top-Klubs der Liga mit starker Fanbase und europäischen Ambitionen. Es wäre also kein gewaltig großer sportlicher Rückschritt für Schürrle. Und er hätte zunächst einmal quasi eine Stammplatzgarantie.

Andre Schürrle zu Eintracht Frankfurt? Das sagen unsere BVB-Experten

Beim BVB war Andre Schürrke oft nur ein Schatten seiner selbst. © imago

Und Eintracht Frankfurt kann einen hoch motivierten Schürrle gut gebrauchen, denn in Luka Jovic (zu Real Madrid) und Sebastien Haller (zu West Ham United) hat der Klub seine zwei besten Angreifer verloren. Auch der dritte „Büffel“, Ante Rebic, liebäugelt noch mit einem Wechsel. Schürrle könnte der Mosaikstein sein, der Frankfurt in der Offensive jetzt fehlt. Entweder als zweiter Stürmer oder als Linksaußen, sollte Trainer Adi Hütter seine Pläne umsetzen und das Spielsystem umstellen. Da die Eintracht rund 105 Millionen Euro durch die Verkäufe von Jovic und Haller eingenommen hat, wäre das Schürrle-Paket aus Ablöse und Gehalt gut stemmbar.

Gewinnen würde bei dem Deal auch der BVB. Er hat zwar einst 30 Millionen Euro Ablöse für Schürrle bezahlt und würde vermutlich nur rund zehn Millionen Euro bei einem Verkauf einstreichen. Aber da der 28-Jährige in den Planungen von BVB-Cheftrainer Lucien Favre keinerlei Rolle mehr spielt, wäre sofort ein teurer Posten von der Gehaltsliste verschwunden und ein langes Missverständnis sauber beendet.

Unser Fazit:

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