Axel Witsel trifft und legt auf – Raphael Guerreiro ist ein Unsicherheitsfaktor beim BVB

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Borussia Dortmund gibt beim 2:2 in Frankfurt zweimal die Führung aus der Hand. Schuld daran sind die schlechte Chancenverwertung und ein dünnes Nervenkostüm.

Frankfurt

, 22.09.2019, 20:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Roman Bürki: Der erste Ball auf sein Tor war drin: Silvas Ausgleichstreffer schlug neben dem Pfosten unhaltbar ein (44.). Musste mehrfach hellwach sein, aber selten eingreifen. Beim 2:2 wieder chancenlos (88.). Note: 3,0

Achraf Hakimi: Mit viel Tempo nach vorne (Topspeed: 34,5 km/h). Fand dort nicht immer den richtigen Adressaten (13.), seinen Flachschuss parierte Trapp (29.). Defensiv hingegen nur ausreichend, zum Beispiel beim Kopfball von Silva (81.), oft überhastet. Gelb für den Schubser gegen Hasebe ging in Ordnung (86.). Note: 3,5

Manuel Akanji: Hinterließ nicht den sichersten Eindruck, streute Fehlpässe ein. Vor dem 1:1 hob er das Abseits auf und kam dann zu spät gegen Silva (44.). Auch seine Flugbälle in die Spitze kamen nicht an. Immerhin: Er wurde im Spielverlauf sicherer, konnte die Unruhe im Team aber nicht stillen. Note: 3,5


Mats Hummels: Lange Zeit bester Borusse. Lehrbuchmäßig sein Zweikampf gegen Paciencia im Strafraum (30.). Der Abwehrchef will immer vorwärts verteidigen, kam dabei einmal zu spät gegen Silva (Gelb, 33.). Musste angeschlagen runter – und fehlte massiv (63.). Note: 2,5

Raphael Guerreiro: Ein Unsicherheitsfaktor. Mit fahrigem Spiel und Ballverlusten bei Dribblings und Pässen erlaubte er der SGE mehr Offensive als nötig. Nicht zufällig fielen das 1:1 und das 2:2 über seine Seite. Präzision und Verve gingen ihm diesmal ab. Note: 4,0

Axel Witsel: Im 50. Pflichtspiel für den BVB erzielte er technisch anspruchsvoll das 1:0 (11.). Nach solidem Beginn konnte er die unruhiger werdende Mannschaft phasenweise nicht stabilisieren. Dafür zeigte er Offensivqualitäten: Die Vorlage für Sanchos 2:1 bedeutete den zweiten Scorerpunkt (66.). Note: 2,5

Thomas Delaney: Der Däne führte und gewann die meisten Zweikämpfe (70 Prozent gewonnen!) und machte die meisten Meter (12 km). Kompaktheit und Balance konnte aber auch er nicht herstellen, die Dominanz im Zentrum fehlte dem BVB. Wollte wie immer das Maximum – und traf ins eigene Netz (88.). Note: 3,5



Jadon Sancho: Den Führungstreffer initiierte er, doch ihm gelang längst nicht alles. Wie in der 47. Minute, als er frei vor Trapp schwach abschloss und scheiterte. Dass er neben all seinen Solo-Qualitäten auch ein Torjäger ist, bewies er beim 2:1 mit dem richtigen Lauf (66.). Note: 3,0

Axel Witsel trifft und legt auf – Raphael Guerreiro ist ein Unsicherheitsfaktor beim BVB

Bei Jadon Sanchos Treffer zum 2:1 sah alles noch einem Sieg für den BVB aus. © imago

Marco Reus: Kaum im Spiel vor der Pause mit nur 17 Ballaktionen. Danach fand er mehr Bindung, sofort wurde Borussias Spiel gefährlicher. Aus bester Einschussposition brachte er nur einen Roller zustande (78.). Note: 4,0



Thorgan Hazard: Tempo hat er – und Auge: Sein punktgenaues Zuspiel musste Witsel im Zentrum nur noch finalisieren (11.). Danach bewies er Kampfstärke und hätte treffen können (70.). In der Schlussphase konfus. Note: 3,5


Paco Alcacer: Die Zuspiele erreichten ihn nicht. Das lag an den ungenauen Zuspielen - und an ihm. Nur 16 Mal ab Ball in 45 Minuten, 24 Mal insgesamt. Steigerte sich zwar nach dem Seitenwechsel, machte dann aber nach 75 Minuten Platz für – Mario Götze. Note: 4,5

Dan-Axel Zagadou: Die Verletzung von Hummels bescherte ihm sein Pflichtspieldebüt in dieser Saison. Stand in der hektischen Endphase seinen Mann. Note: 3,5


Julian Brandt (73. für Sancho) und Mario Götze (76. für Alcacer) kamen spät in die Partie.

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