Gisbert Dankowski vom Fußballkreis Dortmund mit Kevin Großkreutz (r.) vom TuS Bövinghausen. © Fußballkreis Dortmund
Fußball

Ay Yildiz tritt im Pokal gegen den BVB nicht an – und gibt dem Pokalspielleiter die Schuld

Im Frauen-Kreispokal wäre es in der 2. Runde zum Duell BVB gegen Ay Yildiz Derne gekommen. Das Derner Team tritt nicht an und gibt dem Pokalspielleiter die Schuld – der schüttelt den Kopf.

Das neu gegründete Frauenfußballteam von Borussia Dortmund ist mit vier Siegen aus vier Spielen in die Kreisliga-A-Saison gestartet. Erster Verfolger ist Ay Yildiz Derne mit zehn Zählern aus vier Partien. Dessen Trainer Halil Koyuncu hatte angekündigt, den großen Favoriten so lange wie möglich ärgern zu wollen. Jetzt hat der Coach erstmal den Pokalspielleiter Giesbert Dankowski geärgert.

In der zweiten Runde des Kreispokals wäre es eigentlich zum Duell des BVB gegen Ay Yildiz Derne gekommen. Die Derner haben dem Pokalspieleiter aber schriftlich mitgeteilt, dass sie nicht antreten werden. „Das liegt nur an Giesbert Dankowski. Der wollte uns zwingen, am 21. August zu spielen, obwohl wir ihm gesagt haben, dass wir an dem Tag nicht genügend Spielerinnen haben, weil Herbstferien sind“, sagt Koyuncu.

Giesbert Dankowski muss erstmal schlucken

Konfrontiert mit der Aussagen, muss Dankowski erstmal schlucken und schüttelt dann den Kopf. „Ich zwinge niemanden zu spielen. Das große Problem war einfach, dass Derne keinem Termin des BVB zustimmen wollte. Derne hatte sich nur auf den 28. Oktober eingeschossen“, sagt der Pokalspielleiter.

Laut Dankowski steht dem BVB an diesem Tag aber keine Anlage zur Verfügung. „Deshalb hat der BVB mehrere Vorschläge gemacht. Er hat Derne sogar angeboten, das Heimspielrecht zu tauschen, damit es zum Duell kommt. Auch das hat Derne abgelehnt.“

Das bestätigt Konyuncu. „Wir machen dem BVB gar keinen Vorwurf. Der Klub hat sich immer korrekt verhalten. Ganz anders als Dankowski, der hat das Spiel einfach für den 21. Oktober angesetzt, obwohl wir ihm gesagt haben, dass uns da die Spielerinnen fehlen“, wiederholt Koyuncu.

Dankowski kann diese Aussagen nicht nachvollziehen. „Der BVB hat alles versucht, um das Spiel stattfinden zu lassen. Von Derne kam immer nur ein Veto. Als der BVB mir dann den 21. Oktober vorgeschlagen und für diesen Tag von der Stadt einen Platz zur Verfügung gestellt bekommen hat, habe ich die Partie für diesen Partie angesetzt. Das ist mein Recht als Pokalspielleiter. Das steht so in den Durchführungsbestimmungen“, sagt Dankowski.

Für Ay Yildiz war Dankowskis Handeln nicht okay und der Klub erklärte schriftlich, auf die Partie zu verzichten. „Mich hat auch die Art geärgert, wie Herr Dankowski mit mir gesprochen hat. Ich habe ihm deutlich gesagt, dass ich nicht sein Sohn sei“, so Koyuncu.

Dankowski sagt dazu, dass es in Gesprächen mit Konyuncu schwierig gewesen sei, seinen Standpunkt nahezulegen. „Ich habe ihm dann deutlich gemacht, dass er mir mal zuhören soll, damit ich ihm erklären kann, wie die Regularien aussehen. Aber anscheinend ist das nie bei ihm angekommen“, so Dankowski.

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