Marco Pasalic wird der BVB-U23 wochenlang fehlen. © Bielefeld
Borussia Dortmund

Bei Pasalic bestätigen sich die Befürchtungen – BVB-U23 hadert mit Verletzungspech

Die Ausfall-Liste bei der U23 von Borussia Dortmund wird immer länger. Nun hat es auch noch Marco Pasalic schwer erwischt. Und der BVB-Reserve droht noch weiteres personelles Ungemach.

Indianer kennt keinen Schmerz, sagt ein altes Sprichwort. Wenn es nur so wäre, dann hätte Ingo Preuß einige Sorgen weniger. „Ich bin leider kein Medizinmann. Wenn ich es wäre, könnte ich um den Marterpfahl herumtanzen und es sähe vielleicht besser aus“, sagt Preuß.

Sollte ihn nicht noch ein Schamane kurzfristig in der Kunst der schnellen Heilung unterweisen, wird Preuß weiterhin einzig und allein als Manager der U23 des BVB fungieren. Und in dieser Rolle kann er nur auf rasche Genesung der Angeschlagenen hoffen. Mehr bleibt ihm nicht.

BVB-Mittelfeldspieler Pasalic mit schwerer Fußverletzung

Sieben Spiele, 14 Punkte, Tabellenplatz drei – das Fazit nach den ersten Wochen in der 3. Liga fällt für Borussia Dortmunds U23 rein sportlich betrachtet ausgesprochen positiv aus. Getrübt wird die Bilanz des Aufsteigers allerdings durch die hohe Anzahl an Ausfällen. Die ohnehin schon gut gefüllte Liste hat sich am Wochenende erweitert. Beim 1:0-Sieg gegen den TSV Havelse musste Marco Pasalic verletzungsbedingt ausgewechselt werden.

Der Deutsch-Kroate, der gerade erst eine im Heimspiel gegen Duisburg erlittene Oberschenkelblessur überstanden hatte, musste nach einem rüden Foul von Julius Langfeld mit einer vorerst nicht näher definierten „schweren Fußverletzung“ nach 40 Minuten vom Feld. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten deuten erste Untersuchungen auf einen Syndesmose-Verletzung hin. Eine weitere Begutachtung am Mittwoch soll Aufschluss bringen, ob die Syndesmose gerissen oder lediglich angerissen ist. Klar ist schon jetzt: Pasalic wird mindestens vier bis sechs Wochen fehlen. Auch der kurz vor der Halbzeit eingewechselte Cebrail Makreckis ist leicht angeschlagen aus der Partie gegangen.

BVB-Torwart Luca Unbehaun verletzt sich beim DFB

Zu allem Überfluss ist Torwart Luca Unbehaun, der ebenso wie Ansgar Knauff bei der U20-Nationalmannschaft weilt, umgeknickt. Ein MRT soll nun klären, inwieweit Bänder oder Knöchel lädiert sind. Bereits vor dem Spiel in Havelse hatte es zwei weitere Hiobsbotschaften gegeben. Stürmer Steffen Tigges fällt wegen einer muskulären Verletzung im Oberschenkel mindestens vier bis sechs Wochen aus. Nach Informationen der Ruhr Nachrichten könnte die Zwangspause noch weitaus länger dauern. Und auch die Leistenprobleme bei Tobias Raschl, die ihn für einige Wochen außer Gefecht setzen dürften, treiben den BVB-Verantwortlichen die Sorgenfalten auf die Stirn.

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3. Liga, 7. Spieltag: TSV Havelse – BVB II 0:1 (0:0)

„Das ist echt knallhart, wir haben schon sehr viel Pech mit Verletzungen und Ausfällen. Es ist schon auffällig, dass die Härte in der 3. Liga im Vergleich zur Regionalliga deutlich zugenommen hat. Es ist bis jetzt keine runde Saison, was die Verfügbarkeit unseres Kaders angeht“, konstatiert Preuß. Ohnehin hatte die Borussia bereits vor Saisonstart schon drei Langzeitverletzte zu beklagen. Florian Krebs ist nach langwierigen Rückenproblemen mittlerweile zumindest ins Lauftraining zurückgekehrt. Kniffliger ist die Situation bei Moritz Broschinski.

Broschinski-Comeback bei der BVB-U23 liegt noch in weiter Ferne

Der Stürmer wartet seit einer halben Ewigkeit auf seine Rückkehr. Nach seinem Mittelfußbruch im August vergangenen Jahres hatte der Angreifer sich auch noch einen Muskelbündelriss zugezogen. „Er kann voraussichtlich erst im Oktober oder November wieder einsteigen. Er wird Zeit brauchen, aber wir tun alles, um ihn wieder fit zu bekommen“, sagt Preuß.

Das gilt zweifelsfrei auch für Marco Hober, den nach wie vor eine Sehnenentzündung unter dem Fuß plagt. Auch er steht bis auf Weiteres nicht zur Verfügung und wird noch Zeit benötigen. Zum Glück gibt es beim BVB trotz der vielen Ausfälle momentan auch so noch genügend Häuptlinge und Indianer. Ingo Preuß wird demnach zumindest vorerst auf eine Umschulung zum Schamanen verzichten können.

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