Mit dem BVB auf dem Weg nach Lissabon: Jan-Pascal Reckert. © Groeger
Champions League

Bürki und Unbehaun fallen aus: Darum nimmt der BVB Reckert mit nach Lissabon

Vier Torhüter gehören dem vom BVB an die UEFA gemeldeten Kader für die Vorrunde der Champions League an. In Lissabon stehen aber nur Kobel und Hitz zur Verfügung. Im Fall der Fälle müsste eine Notlösung her.

Mit 20 Spielern hat sich der BVB-Tross am Dienstagvormittag auf den Weg nach Lissabon gemacht. Drei Torhüter stiegen an Bord des Fliegers „EW 1909“ Richtung Portugal. Doch nur Gregor Kobel und Marwin Hitz sind am Mittwochabend (21 Uhr, live auf DAZN) spielberechtigt.

BVB in Lissabon: Reckert und Drljaca ohne Spielberechtigung

Für den Dritten im Bunde, Jan-Pascal Reckert, liegt derzeit keine Genehmigung vor, da der 24-Jährige nicht dem vor der Saison an die UEFA gemeldeten Kader angehört und für eine Nachnominierung über die sogenannte B-Liste zu alt ist. Das gilt auch für U23-Keeper Stefan Drljaca (22).

Im Regelwerk der Europäischen Fußball-Union heißt es dazu: „Ein Spieler darf auf der Liste B geführt werden, wenn er am oder nach dem 1. Januar 2000 geboren wurde und zwischen seinem 15. Geburtstag und dem Zeitpunkt seiner Registrierung bei der UEFA während zwei aufeinanderfolgenden Jahren für den betreffenden Verein spielberechtigt war oder an insgesamt drei Jahren in Folge, in denen er maximal für ein Jahr an einen Spieler aus dem gleichen Verband ausgeliehen war. 16-jährige Spieler können auf Liste B eingetragen werden, wenn sie in den beiden vorangegangenen Jahren ununterbrochen für den Verein spielberechtigt waren.“

Unbehaun und Bürki fehlen dem BVB gegen Lissabon

Sehr wohl über die A-Liste gemeldet wurden Luca Unbehaun und Roman Bürki. Doch Unbehaun laboriert seit einigen Wochen an einer Handverletzung und muss weiterhin pausieren. Bürki, der in dieser Saison noch auf seine erste Kadernominierung wartet, ist nach Informationen der Ruhr Nachrichten aufgrund von Magen-Darm-Problemen in Dortmund geblieben.

Reckert oder ein anderer Torhüter dürften nur im absoluten Ausnahmefall nachrücken – bei mehreren langfristigen Verletzungen auf der Torhüterposition. Bei der UEFA heißt es: „Wenn einem Verein aufgrund einer langfristigen Verletzung oder Erkrankung (mehr als 30 Tage) nicht mindestens zwei Torhüter seiner Liste A zur Verfügung stehen, darf der Verein den ausgefallenen Torhüter vorübergehend ersetzen.“ Zwei Keeper der A-Liste, Kobel und Hitz, hat der BVB an Bord. Und weder Unbehaun noch Bürki fehlen seit einem Monat.

Sollten sich Kobel oder Hitz bis Mittwochabend noch verletzen, könnte womöglich noch ein Torhüter aus der U19 auf der BVB-Bank Platz nehmen. Die Mannschaft von Mike Tullberg spielt um 16 Uhr in der Youth League ebenfalls bei Sporting. In Frage käme Silas Ostrzinski (18). Im Gegensatz zu Sommer-Neuzugang Marian Kirsch (18) spielt Ostrzinski seit 2018 für die Schwarzgelben, er würde somit die Nachmeldekriterien der UEFA erfüllen.

Aus der BVB-Luxusposition könnte ein Mangel werden

Aus dem eigentlichen Torhüterluxus (Marco Rose: „Auf dieser Position sind wir top besetzt“) könnte nun temporär ein Mangel werden.

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Premium-Jahrgang 1981. Besetzte im Mittelfeld von Rot-Weiß Unna die Acht, bevor die Position überhaupt erfunden wurde. Studium der Germanistik und Politikwissenschaft an der Ruhr-Universität Bochum, anschließend ablösefreier Wechsel zu Lensing Media. Im BVB-Team polyvalent einsetzbar.
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Dirk Krampe, Jahrgang 1965, war als Außenverteidiger ähnlich schnell wie Achraf Hakimi. Leider kamen seine Flanken nicht annähernd so präzise. Heute nicht mehr persönlich am Ball, dafür viel mit dem Crossbike unterwegs. Schreibt seit 1991 für Lensing Media, seit 2008 über Borussia Dortmund.
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